Der liebe lange Tag

von Alf Glocker
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Gespenstisch reihen sich die Augenblicke,
die einmal zu Stunden werden,
zu einem Leben aneinander –
und ein Gott wacht über sie …
So entstehn Theaterstücke,
hier im Himmel und auf Erden!
Seelen schwimmen im Mäander,
doch der Traum erreicht sie nie …

Es ist der Traum, der, reich ersponnen
von den Fantasien der Menschenwesen,
hinter allem herhinkt, was passiert –
denn die Wirklichkeit ist schneller!
Heller noch als tausend Sonnen,
ist sie, in Lettern abzulesen,
in dem Fieber, das grassiert –
doch die Wahrheit haust im Keller!

Morgendlich ist am Beginnen
was den Abend seltestens erreicht:
Ein Ergebnis wird sich nicht gestalten!
Nur, daß wir uns bemühen, ist zu sehen …
Doch wir glauben, wie von Sinnen,
es sei, bei gutem Willen, leicht,
einen Zustand zu verwalten,
der ganz absurd ist als Geschehen!

So fließt man im Strom der Zeiten,
der uns mühelos mitreißt,
bis an den Rand der Erde, wo man fällt:
in die Tiefe eines Schicksals, das uns „mag“ –
um Ereignisse nur zu begleiten,
weil das Licht des Daseins gleißt,
das man nicht umsonst erhält …
und so geht es jeden lieben langen Tag!

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Kommentare

13. Sep 2017

Es reißt der Strom nicht mit allein -
Dazu DeinText schafft dies sehr fein!

LG Axel