Der Mond

Bild von noé
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Im Morgenrot erglüht die Welt,
getaucht ins Licht der Flammenfarben.
Der Mond bleibt noch, leicht angezählt,
versteckt, verblassend, seine Narben,

ein heller Dunst im Himmelblau.
Das Schwarz der Nacht zieht sich zurück,
der Tag beginnt die Riesenschau,
der Mond riskiert noch einen Blick.

Geduldig hat er in der Nacht,
mit langem Atem, still und leise,
die Welt und Liebende bewacht,
jetzt trennt er sich auf seine Weise.

Zurückhaltend vergeht er nun,
schon sieht man sein Bild nicht mehr ganz.
Er überlässt mit seinem Tun
das Feld der Sonne lautem Glanz.

noé/2015

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Kommentare

13. Okt 2015

Dem Mond (s)ein Denkmal schön gebaut!
(Auf das er sicher gerne schaut...)

LG Axel

13. Okt 2015

So ein schönes Gedicht!
Mir hat es besonders die dritte Strophe "angetan" ... allerliebst!!
Viele Grüße,
Cori

14. Okt 2015

In deinem gelungnen Gedicht über den Mond,
ein feines, schönes Geheimnis mir wohnt...

Herzliche Grüße
Daniel

05. Aug 2016

Hier klingt und schwingt hohe Dichtkunst. Noch im Nachempfinden beeindruckend. Als sei der Mond neu erschaffen worden. Wunderschön. Auch 2016 noch.
LG Monika

06. Aug 2016

Ganz lieben Dank für deinen so positiven Kommentar, Monika!
Danke auch ihr Lieben alle aus 2015!