Am End' lebt nur noch toter Stein

von Willi Grigor
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Es rollt ein Stein vom Berg ins Tal,
vergrößernd dabei seine Zahl.
Sie werden dann, durch Wetter, Wind
zerbröselt, bis sie winzig sind.

Steine ständig brechen, fallen,
sammeln sich am Bergfußrand.
Auch der größte Berg von allen
wird Gestein und schließlich Sand.

Es werden Meere kommen, gehn,
den Sand zu Steinen pressen.
Ob eine Menschheit sie wird sehn
kann unsre nicht ermessen.

Die Zeit bestimmt das Lebensziel,
der Pflanzen, Tiere, Menschen Sein.
Was wir auch tun, das macht nicht viel:
Am End' lebt nur noch toter Stein.

© Willi Grigor, 2016
Natur

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