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Sie gab ihm zurück seine Wiese

Bild von Willi Grigor
Bibliothek

Er ging mit vier hungrigen Rindern
den Feldweg vom Dorf Richtung Wald.
Er sah zu den spielenden Kindern,
er war gute sechs Jahre alt.

Die Wiese, umzingelt von Bäumen,
ein Freiraum für Kühe, und Fraß.
Der Bub hatte Zeit um zu träumen,
inmitten der Tiere er saß.

Er war nur als Gast bei dem Bauern,
ein Mitesser an dessen Hof.
"Das Leben darf lange so dauern.."
Er dachte - er war Philosoph.

Die Zeit kam mit anderen Dingen
was Träumen und Denken betraf.
Er könnte ein Lied davon singen,
er tut's nicht, weil er ja SIE traf.

Sie gab ihm zurück seine Wiese,
mit Bäumen umsäumt, so wie's war.
Er oft schaut froh denkend auf diese:
"Das war doch mein Traum, sonderbar!"

© Willi Grigor, 2016
Aus dem Leben

Interne Verweise

Kommentare

05. Aug 2016

Eine wunderschöne, so zarte Liebeserklärung. Die eben kreiert werden konnte, weil die Kräfte dadurch freigesetzt wurden, eben durch die Liebe. Zeit zum Träumen. Klasse.
LG Monika

06. Aug 2016

Ja, es ist so, wie Monika sagt. Dein Text hat mich sehr be- und gerührt.

06. Aug 2016

Danke Monika und noé für den Beweis eurer Feinfühligkeit. Ja, ist ein Liebesgedicht, in dem jede Strophe eine eigene Liebeserklärung beinhaltet.

Herzliche Grüße
Willi

06. Aug 2016

Zart, liebevoll und philosophisch.
Ein wunderbares Gedicht.
LG, Susanna

06. Aug 2016

Freut mich sehr.
Die Worte meines Kommentars oben sind auch an Dich gerichtet.
Ein schönes Wochenende wünscht

Willi