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Sternchen im Lichtglanz

Bild von Willi Grigor
Bibliothek

Der Pfad meines Lebens
wird schmaler und enger,
die Strahlen der Sonne
erhellen ihn kaum.
Die Blumen am Wegrand
verdursten und welken,
nicht Gras bedeckt Wiesen,
nur nachtbleicher Flaum.

Der Pfad meines Lebens
war steinig und kurvig
mit endenden Gassen
nach links und nach rechts.
Doch führt' er mich stetig
in Richtung des Zieles,
zum Ziel jeden Wand'rers
des Menschengeschlechts.

Der Pfad meines Lebens
wird irgendwann enden,
ins Nirgendwo münden
im Zeitmeer aus Licht.
Und alle die vielen,
die vor mir ihn gingen,
sind Sternchen im Lichtglanz.
Sie warten auf mich.

© Willi Grigor, 2018
Aus dem Leben

Interne Verweise

Kommentare

15. Jun 2018

Ein sehr wehmütiges, aber dafür ein ganz wundervolles Gedicht, lieber Willi. Hab tausend Dank dafür! Gib auf Dich acht und bleib uns noch lange erhalten. Du bist doch noch in den besten Jahren.

Liebe Grüße,
Annelie

15. Jun 2018

Danke für Deine Lieben Wünsche für mich, Annelie
Meine Zeilen sind aber nicht eins zu eins auf mich übertragbar.

Herzliche Grüße
Willi

15. Jun 2018

Dein Gedicht habe ich fast andächtig gelesen, diese Wehmut, wer spürt sie nicht mit steigendem Alter, ich beziehe Deine guten Worte in vielem - auch auf meinen Lebensweg, danke dafür, Willi.

LG Marie

15. Jun 2018

Ja, wir sind alle auf einem Lebenspfad, der uns an unser Ziel führt.
Auch wenn meine Zeilen keine biografischen sind, so sind sie doch ein Teil davon.

Danke für den Kommentar, Marie. Ich wünsche Dir und Annelie ein angenehmes Wochenende.

LG
Willi

15. Jun 2018

Hallo Willi,
ich entdeckte heute dein Gedicht und finde es sehr ansprechend. Der gleichbleibend auftaktige Daktylus trägt deine Worte in schöner Harmonie, als wolle er jedes, noch so ferne Ziel bezirzen. Sehr gerne gelesen.
VG Somos

16. Jun 2018

Lieber Somos,
vielen Dank für den positiven und erklärenden Kommentar.
Ich schreibe immer noch rein aus dem Gefühl heraus. Ich habe erst spät im Leben entdeckt, dass ich schreiben möchte. Zum Studieren der Verslehre bin ich noch nicht reif, vielleicht zu alt.

Herzliche Grüße
Willi

16. Jun 2018

Lieber Willi,
Dein schönes Gedicht musste ich mehrmals lesen, weil es mich hineinzog, etwas in mir zum Schwingen brachte, mich bezauberte. Ach, diese Momente sind wohltuend. Danke!

LG Monika

16. Jun 2018

Liebe Monika,
das sind schöne Worte, die Du mir geschickt hast.
Und es sind doch Worte, deren Inhalt, um die wir uns hier bemühen.

Herzliche Grüße
Willi

17. Jun 2018

Lieber Willi, Dein Gedicht berührt mich sehr stark. Wie so oft habe ich das Gefühl, dass Du mit Dir im Reinen bist und diesen letzten Weg voller Zuversicht gehen kannst.

Alles Liebe, Susanna

17. Jun 2018

Liebe Susanna, ja ich bin mit mir - und meinem Leben - im Reinen. Das war aber nicht immer so. Die positive "Wende" kam in "jenem Blumenmai" 1970. Eine zweite (nach gesundheitlichen Problemen) im Zusammenhang mit der Pensionierung und der "Entdeckung von Australien".
Ich wünsche auch Dir, Susanna, (eigentlich allen) einen zunehmend angenehmer werdenden Lebenspfad.

Herzliche Grüße
Willi