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GEDANKENFLUG

Bild von Andreas Brod
Bibliothek

SCHWEBEN DIE GEDANKEN LEISE,
FIND DAS GLÜCK ICH MAL IM TRAUM.
ÖFFNET SICH DER SEELENRAUM,
GEHT MEIN ICH AUF EINE REISE.

Zeigt das Leben schwere Last,
lass ich Wolken Sorgen tragen,
such das Glück fern jeder Hast,
träume tief mit Wohlbehagen
Himmel blau mir als Fantast.
Reise durch ein Blumenmeer,
dreht die Welt sich auch im Kreise.
Ich zähl’ keine Stunde mehr,
fühl mich frei und gar nicht schwer,
SCHWEBEN DIE GEDANKEN LEISE.

Tanze wie die Schmetterlinge,
schwärme lustig um die Dolden
und verkoste viele Dinge,
süße rote und auch golden.
Wohlgemut ich überspringe
kleine Bäche ganz geschwind
und erklimme einen Baum,
der sich wiegt im Sommerwind.
Übermut trifft mich gelind,
FIND DAS GLÜCK ICH MAL IM TRAUM.

Frei von dem gemeinen Leben
zeigt sich neuer Lebensmut,
kann die Sinne neu beleben.
Bild für Bild Gedankengut.
Findung heißt mein Traumbestreben.
Auch mein Ich drängt sich ins Lichte.
Dort im fernen Weltenraum,
ohne lästig’ Bleigewichte,
die mich drückten fast zunichte,
ÖFFNET SICH DER SEELENRAUM.

Seeleninnige Gedanken
und mein Ich beflügeln sich,
überwinden alle Schranken.
Traumgestalter sind’s für mich.
Lassen all die Wünsche ranken,
die in mir verborgen scheinen.
Auf besondre Art und Weise,
wenn die Wünsche so erscheinen,
Traum und Wirklichkeit mal einen,
GEHT MEIN ICH AUF EINE REISE.

Glosse © Andreas Brod 2011

„Der Traum" von Pierre-Cécile Puvis de Chavannes (1824-1898)

Interne Verweise

Kommentare

18. Aug 2019

Ein großartiges Gedicht, das mein Herz zutiefst berührt. Danke.
HG Olaf

18. Aug 2019

Ganz herzlichen Dank allen fürs Lesen und die Anerkennung "lesenswert".
LG Andreas

18. Aug 2019

Andreas!!! Da warst du (und bist es hoffentlich auch noch) aber schwerst, ganz ganz schwerst verliebt, wenn du so leicht wie eine Feder wurdest!
LG Uwe