Die Welt stand still

von Willi Grigor
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Er war allein mit seinen Ängsten
als er noch jung, verwundbar war,
und jede Nacht schien ihm am längsten,
weil Schmerz aus Angst sie ihm gebar.

Wo war der Wind, der ungehörte,
der Kinderarme streichelt zart.
Es gab nur das, was lautlos störte
und nicht an Bürde hat gespart.

Die Welt stand still in seinen Jahren,
kein Laut erzeugte Vibration.
Erst nach dem Tod durft' er erfahren,
wie schön er klingt, der Glocken Ton.

© Willi Grigor, 2017
Aus dem Leben

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