Tag im März

von Michael Dahm
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Nass sind Strauch und Ackerkraut
alle Sinne dumpf erstickt
übertrieben weht der Amsel Laut
und im Wind die Eiche nickt.

Aufgeweicht ist jeder Boden
Pfützen zeugen Märzens Nacht
gelb und stumpf erwarten Soden
Niederkunft der Frühlings Pracht.

Tief vergraben sind die Hände
suchen Schutz in Mantels Tiefe
und ich lauf durch nasse Wände
als ob das Land noch ewig schliefe.

Aus dem Forst die Birken blinken
blattlos wie ein Knochenheer
und darauf erneut versinken
im grauen grauen Nebelmeer.

Ich fühl als Mensch mich heute klein
mein Sehnen ist kein Donnerschlag
ich spür mein feines Erdensein
stumm an diesem Märzentag …

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