Ohne dich ...

von Annelie Kelch
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Damals, in Heiligenhafen,
als ich dich zum ersten Mal sah:
Du hattest schon graue Strähnen
im schwarzbraunen lockigem Haar.
Wir fuhren im Fahrstuhl nach oben
und sahen uns schweigend an,
und mir war klar, was ich wissen sollte:
Jetzt steht er neben mir, der Mann,
mit dem ich alt werden kann

und auch will - ach, nun ist es
so furchtbar einsam und still
in unserem kleinen Haus.
Seit einem Jahr, seit du gestorben bist,
ist auch für mich alles aus.
Ich kann, nein, ich will nicht
länger mehr fröhlich sein.
Weil ich dich, mein liebes Herz,
innig liebte, lebst du weiter in mir -
und ich bleibe gerne allein.

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