Vom Wort

von Denis Waßmann
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Es bleibt nichts da von deiner Wut,
wo du mit Worten um dich wirfst,
weil sich ein Wort nicht wurzeln will
- es will auch nicht geschrieben sein.

Das Glück, das du zu finden suchst,
mit Worten fängst du's dir nicht ein,
weil sich das Glück nicht sprechen lässt,
das Glück muss sein.

Mit tausend Worten und noch mehr
wird immer schon die Liebe dir beschrieben,
die Worte waren alle leer
- von Liebe ist in dieser Welt nicht viel geblieben.

Du suchst das Wort,
das dich nur fühlen lassen soll,
was du für dich schon lange bist.
Du suchst, weil du vom Finden nichts gelesen hast,
das dir genügen kann.

Du gehst und findest dabei keine Ruh'.
Komm endlich an, such in dir selbst,
auch wenn du nicht in Bänden immer neu geboren wirst
- das Wort bist immer du!

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Kommentare

21. Jan 2017

Beeindruckend. Hab ich sehr gern gelesen. Der Text klingt nach. Klasse.
LG Monika

21. Jan 2017

Das Wort bist immer du, wie wahr. Ich habe deine Wort-Dichtung sehr gern gelesen.
LG Marie

22. Jan 2017

Die Suche nach Worten kenne ich auch sehr gut. Ich bin dabei auch nie zur Ruhe gekommen. Wenn man die Dinge jedoch findet ohne nachzudenken, den Schnee fühlt oder das innere Kochen, das Winterlicht bestaunt, mit einem Freund spricht, man ein Baby auf dem Arm hat, dann i s t man dort. So ist jedenfalls meine Erfahrung. LG! Jürgen Wagner

P.S. Es erinnert mich auch ein wenig an unsere jüdisch-christliche Tradition, die die Welt auch als materialisierte göttliche Worte beschrieb (1. Mose 1) und den Christus als das fleischgewordene Gotteswort (Joh 1/14).

22. Jan 2017

Das Wort bist immer du

Es ist so. Und wie du es begreiflich machst. Das gefällt mir.

Liebe Grüße Lisi

22. Jan 2017

Vielen Dank für die Kommentare und die "lesenswert" - das freut mich wirklich sehr!