Abitur meines Patenkindes L...

von Ernst Wetzel
Mitglied

Für mein Patenkind L…

Sieben Jahre hast du nun geschafft,
hast dich dazu aufgerafft,
in Klasse 13 zu gehen in Klausur,
um zu bauen auch DEIN Abitur.
Wir mussten auch schon mal darum ringen,
damit es konnte möglichst gut gelingen.
Dazu war zu gestalten so manches Referat,
was von uns verlangte gelegentlich ‚nen Spagat‘.
Wie oft haben wir deshalb zusammen gesessen,
Kompromisse zu finden zwischen divergierenden Interessen,
haben um Arbeitsweise und Formulierungen gerungen,
aber letztlich ist DEIN Abitur durch dich selbst gelungen.
Du solltest nun auch mal lassen andere Gedanken siegen,
und deshalb mit Hilfe meiner „Spende“ in die USA fliegen.
In diesem Sinne eine erlebnisreiche und erholsame Reise … .

Dieses Gedicht bildet - so glaube ich - das Problem vieler Paten und Eltern ab.
Man sieht, beginnend bei der ersten richtigen Facharbeit mit Fristsetzung, dass man als Schüler noch gaaaaanz viel Zeit hat und allmählich kommt Stress auf, weil man selber fühlt, es könnte eng werden.
Paten und Eltern sind befangen, wollen wohlwollend unterstützen, verweisen auf die Terminvorgabe und "drängeln", weil sie es ja gut meinen ... .
Ähnlich war es auch bei der gewünschten Teilnahme am "Jugend forscht"-Wettbewerb, wo der praktische (Programmier-)Teil durch mein Patenkind sehr gut erstellt wurde, aber die Abfassung des Kurz-Exposes zum Projekt mit etwa zehn Seiten auch unter Zeitdruck erfolgte. Sonst wäre die Teilnahme am Wettbewerb - Träger ist der Stern-Verlag - gescheitert. Aber es klappte; es war also nicht vergebens.
Nach Annahme des eingereichten Wettbewerbsbeitrages war noch der Präsentationsstand für den Wettbewerbstag auszustatten. Dazu mussten Erklärungsgrafiken im DIN A0-Format entworfen und geplottet werden.
Jedenfalls hatte L... sich die Reise verdient; ein Flug in die USA mit und zu seinem Onkel H...U..., der dort für einen großen deutschen Konzern Projektingenieur ist.

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