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Vom Pech der Pächter

Bild von Willi Grigor
Bibliothek

Im Frühling von Gräsern die Pollen,
sie quälen mich mit ihrem Reiz.
Dann möcht ich am liebsten sein wollen
am Kreuz eines Bergs in der Schweiz.

Im Sommer die feuchtwarme Hitze
ist Gift für mich älteren Mann.
Ich sitze und leide und schwitze;
ein Sport, den recht gut ich nun kann.

Die Herbstluft, sie gibt mir zu denken.
Die Feuchte, die in dieser wohnt,
ich spüre sie in den Gelenken.
Mein Alter mich wirklich nicht schont!

Den Winter möcht ich gern verkürzen,
wenn der kommt, dann sehe ich rot.
Er will mich sehn rutschen und stürzen,
er liebt meine tägliche Not.

Weshalb bin vom Pech ich der Pächter,
egal ob es kalt oder heiß?
Ich fragt' meinen Freund, ein nicht schlechter.
(Bekam in der Schul' mal 'nen Preis!)

Er wohnt auf der anderen Seite,
ist Bayer, doch dennoch viel weiß.
Liebt kürzere Sätze, nicht weite,
mir sagte: "Du bist halt a Preiß!"

© Willi Grigor, 2016
Sinn und Unsinn