Traumwelten

Bild von Willi Grigor
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Er war ein Mensch, der selten lachte,
der schlaflos lag so manche Nacht,
und dabei sich Gedanken machte
um das, was Leben leblos macht.

Erst kurz vor seinem schlimmen Ende
der Schlaf des Nachts zu Hilfe kam.
Er reichte ihm samtzart die Hände,
ihn mit auf eine Reise nahm.

Der Schlaf mit ihm durch Welten schwebte
in seinem grenzenlosen Reich.
Der Mensch in seinen Arm sich legte,
groß schauend, einem Kinde gleich.

Die Welt der Feen ihm froh sich zeigte,
er freundlich lächelte zurück.
Vor dieser Welt sein Haupt er neigte,
hier braucht es Worte nicht wie "Glück".

Ein Satz ihn aus der Traumwelt grüßte:
"Das Leben ist ein großes Werk,
es überlebt in heißer Wüste,
im tiefsten Meer, am steilsten Berg."

Die Welt der Angst sie schnell durchflogen,
den Schmelztiegel von Schmerz und Pein,
wo Freud in Leid wird umgebogen
und dann muss in die Welt hinein.

Danach der Schlaf zurück ihn führte,
in seine "Scheinwelt", wie er meint'.
Der Satz der Traumwelt ihn berührte...
Er lag im Bett und hat geweint.

© Willi Grigor, 2017
Aus dem Leben

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Interne Verweise

Kommentare

29. Okt 2017

Lieber Alfred, lieber Axel,
ich schlag euch im Geist auf die Achsel.
Nehmt den Schlag als ein Dankeschön,
nur so einen Schlag find ich schön.

(Ich finde auch den "Nachschlag" schön, u.a., doch der ist doppeldeutig und ein anderes Thema.)

Ich wünsche euch ein freundliches Wochenende
Willi

29. Okt 2017

Alle guten Dinge sind drei.
Ein freundlicher "Dankeschön-Schlag" auch auf deine Achsel, Volker.
Liebe Grüße aus einem sonnigen Schweden-Sonntag

Willi