Spring

Bild von Zoray
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Beim Sprung in das tiefste Innere des Augenblicks
Erkennst du die Perlen im Strandgut
Ins Gras gefallen dokumentieren sie
ihr Glitzern im Splittern versonnter Klangproben

Im Bauschen blähen sich Vorhänge wie
Netze ziehen sie die blätterlosen Bäume durch
Die luftigen Abgründe des schattigen Lichts

Ein lachender Wimpernschlag gleitet den goldenen Fleck
Irrlichtert bewandert die Wände entlang
Berichtet den Seelen in hohler Hand

Getaucht entschlossen verhauchend gestaucht
Von Meeres Musik und ununterbrochen
Vom Ende sinniert besonnen in Achtung

Beobachtend der Tränen emailliertes Verlaufen
Denn so in der Wahrheit der tiefsten Empfindungen
Befischt sich bahnende Wege entlang der

Kartografie des Tangs verwachsen sich Sonnen
Entflimmerte Schwärme der Phantasie
Verwandelt im echten Bedürfnis legst du
Den Plunder ab verhüllst dich im Tüll

Verjagst mit Bajonetten des Abends
Berühmte nicht nette belebende Flaschen
Verblassend über und zwischen den Spitzen

Gewölben und Zinnen des Vorsprungs der Acht
Gib doch der Nacht gebührend Gefühlvoll
Erhaben die Größe in Reihen befolgend

Und nur alphabetisch doch bitte
Bewahre Verfilztes in Gläsern
Die Wurzelfasern vergangener Zeiten

Sind Skelette gleich Schätzen im Rinnsal
Der glänzendsten Pfütze im Sinne erscheinen
Realer unendlicher sie von Brisen geküsst

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Kommentare

25. Mär 2018

Was in den Seelen aus der hohlen Hand gelagert,
lag nicht allein in Pfützen, glänzend wachgeküsst.
So auch in Gläsern, arg Verfilztest, ihr nun unbedingt
in dem Gedicht nur alphabetisch jetzt entdecken müsst.
Lebt auf und legt den Plunder ab, hüllt euch in Tüll,
die wenig netten Flaschen: Werft sie bitte in den Müll.

Danke, für das supergute Gedicht, liebe Yvonne.
Hatte viel Spaß beim Lesen,
Annelie

25. Mär 2018

Wieder einmal -
mit großem Vergnügen gelesen!!!

Liebe Grüße - Marie

25. Mär 2018

Vielen lieben Dank für Eure inspirierten schönen Kommentare :)

LG in einen sonnigen Sonntag

Yvonne