Genug

von Michael Dahm
Mitglied

Der Mondschein schwand im Wolkenflug
nur manchmal blitzte er
ein Mann zum Wald 'ne Leiche trug
das Gesicht ganz hart und leer.

Im Finstern er 'ne Grube grub
der Boden steinig, schwer
niemand dort, der Fragen frug
die Fragen hatte er.

Die Leiche er zu Grabe trug
er fragte einmal mehr:
Warum war deine Liebe Lug? –
dann seufzte er ganz schwer.

Er hatt' von seiner Frau genug
sie mochte ihn nicht sehr
so wenig, dass er sie erschlug
nicht seiner Sinne Herr.

Er spürte einen starken Zug
und stürzt' hinein – so sehr
und weil hier niemand Fragen frug
kommt keiner je hierher …

Buchempfehlung:

154 Seiten / Taschenbuch
EUR 10,62
Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Mehr von Michael Dahm online lesen

Kommentare

25. Jul 2017

Es gibt Menschen, die für Probleme seltsame Lösungen parat haben. Ich habe manchmal das Gefühl, diese Menschen haben nie an unserer Welt teilgenommen - jedenfalls standen sie nie wirklich auf der Sonnenseite, Micha. Und damit meine ich nicht, dass sie kein Geld hatten, sondern vermutlich aus anderen Gründen von vielem ausgeschlossen waren.
Aber es gibt ja auch Verbrechen, die geschehen, um das Prestige nicht zu verlieren - die sind fast noch schlimmer.
Ich habe, während ich dein Gedicht las, an die "Crime" (Journal) denken müssen, darin das Unmögliche geschildert wird.

Liebe Grüße,
Annelie

25. Jul 2017

Liebe Annelie,
da hast du ganz zweifelsohne Recht. Dieses Gedicht entstand , weil ich noch etwas Ramsch im Kopf übrig hatte, ( jetzt geht ´s mir wieder gut ).
Das Gute an der Sache ist natürlich, das er einer anderen eine Grube grub und selbst hineingefallen ist ;-)

LG Micha

20. Aug 2017

Wenn einer eine Grube grub,
dann weiss er, dass der Grund Betrug.
man brauchte niemals danach graben,
Man könnte sich doch auch vertragen,
dann brauchte man auch nicht zu graben.
und das im Walde, der so dunkel,
danach, dann immer das Gemunkel,
weil man sein Mund schon arg zerriss,
wo Michas Frau denn jetzt wohl iss
ob sie sich jetzt denn nicht mehr lieben ?
Nur einer wusste, wie das passierte,
ein Jäger war`s, der sich verirrte,
und sah entsetzt den Micha buddeln,
sein Lieb brutal im Wald verbuddeln.
Nun hat sich der Jäger, schnell bei ihm
beschwert, was er im Wald gesehen.
Und Micha zahlt, als Schweigegeld
dem Jäger, was ihm auch gefällt,
seit Jahren schon ne dicke Summe,
damit er bleibt ab jetzt der Stumme !

Nun frag ich mich, war das denn nötig?
drum denkt der Micha, ob er vierschrötig,
den Waidmann schnell erledigen kann,
fängt wieder schnell zu Buddeln an.
Denn jahrelang zigtausend zahlen,
die kann er jetzt sich wieder sparen.-

Gruß
Alfred

25. Jul 2017

Lieber Alfred,

sollt es sich hier um Micha handeln
dann müsste er sich sehr verwandeln
der micha liebt doch alle Frauen
und würde keine so verhauen
und dem Waidmann könnt er gar nix geben
er hat doch so schon nix zum Leben
Dies ist der Beweis das er ein Engel
und keinesfalls so ´n böser Bengel.

LG Micha

26. Jul 2017

Lieber Micha,

sollte ich alles so missverstanden haben,
dann möchte ich mich herzlich
bei Dir entschuldigen und dich jetzt
in einem anderen Lichte sehen !

Mea Culpa, maxima Culpa !
Dein Nachbar ALFRED