Verschleiert

von Alf Glocker
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Der Kuckuck legt die Eier fremd
(da ist er gänzlich ungehemmt),
die Biene summt, der Reiher reihert,
nur die Spinnen sind verschleiert.

Der Elefant mag Porzellan
und das Trampel tiert, wie’s kann –
der See glänzt und der Weiher weihert,
doch die Spinnen sind verschleiert!

Der Löwe brüllt die Löwin an –
viel lauter als ein Gnu das kann.
Sie sagt zu ihm: Du bist bescheuert!
Die Spinnen aber sind verschleiert …

Die Elfe tanzt um Mitternacht,
wobei sie auch noch singt und lacht.
Der Leierschwanz ist schön, er leiert –
Spinnen sind, bei Gott, verschleiert!

Und wenn sie Kuckuckseier legen,
dann sehen sie das selbst als Segen
und werden auch nicht groß besteuert,
denn sie sind unsichtbar: verschleiert!

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Kommentare

24. Aug 2019

Weshalb von "Schleierfahndung" ja man spricht -
Bei Spinnen greift die leider nicht ...

LG Axel

24. Aug 2019

Unverschleiert bleibt dein Sinn:
man möchte sehen Aug und Kinn...

LG Uwe

26. Aug 2019

Schleierhaftes schreibst du nicht:
dein Gedicht hat viel Gewicht …

Liebe Grüße
Soléa