Sternwege

Bild von Alf Glocker
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Wohin mich dieses Schicksal auch verschlägt,
mich bewahrt genau der Sterne weise Gunst –
sie geben mehr als je ein Mensch verträgt:
Ich fließe über und ertrinke förmlich in der Kunst.

Gesponnen aus dem puren Staub der Galaxien,
nimmt sie mich mit, aus krassen Perspektiven –
ich muss in diesem Feuersturm verglühen,
mit allen Geistern, die mich ständig riefen!

Nun gebt mir auch den Ruheort der heilen Sitte,
von allem Sein mein Teilchen eben darzustellen –
und schändet mich nicht so in dieser Mitte
der vielen trüben, überkomm’nen Quellen!

Ich bin zwar, Sterne, euer Spielball alle Zeit,
doch hab ich auch noch eine extra wache Seele –
sie trägt sehr schwer an diesem Körperkleid!
Damit bin ich verloren, aber dennoch, ich befehle:

„Geh nicht aus diesem Leben ohne einen Sprung,
durch alle falschen Träume an das wahre Licht –
und sei mir mehr als eben nur Erinnerung …
die Welt hält sehr bald über sich Gericht!“

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