In finsteren Zeiten

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Finsterlinge
Schlafen unter meinen Decken
Ist nicht nett
Im Zehengreifen sie zu wecken
Nur zum Spaß wie ungelacht
und finster ist das Wandern
durch die Nacht
durch Ginster
Ungesehen bleiben Sterne
Unvermutet bleiern hebt
Das Auge sich
Zum ausgeblassten Mond
Der inzwischen
Weiter in die Ferne
Schneekristallklar
Durch die schwarzen
Fichten lugt

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Kommentare

26. Jan 2020

Lugt der Mond durch schwarze Fichten,
Freut er sich an solch Gedichten ...

LG Axel

27. Jan 2020

So wie ich mich hier
An diesem Kommentar!
LG Yvonne

27. Jan 2020

Wer kennt sie nicht, die Finsterlinge, die oft, ganz unverhofft, unter den Decken schlafen , die keiner wecken möchte, und im tiefsten Hoffen - wandernd durch die Nacht- auf das Licht eines neuen Morgens harrt?

Beeindruckend schön und berührend , deine Zeilen, liebe Yvonne!

Liebe Grüße
Ella

28. Jan 2020

Und ebenso dir, für deinen empfindsam-berührenden Kommentar, mein von Herzen kommendes Danke!

LG Yvonne

27. Jan 2020

Du bist... du bist...
unmöglich bist du! So eine wie du ist selten.
(Dein Witz in den Anklängen zu meinem "Mein früher Morgen" einschließlich des Comments über Finsterlinge, schon dieser Begriff allein, und soeben hatte ich im vorherigem Comment zu deinem Gedicht "Im Sehnen" behauptet, dir fehle zu deinem tiefen Empfinden und hohen Geist nur noch Humor, dann wäre es nicht mehr auszuhalten?
Vielleicht war das von mir nur humorig gemeint, sonst entlarvte es meine Dummheit zu stark.)

Ja, "Da saß ein Clown auf meinem Stuhl", gar ein großer, gescheiter, und ich sehe ihn nicht.
Heißen Dank dir und liebe Grüße
Uwe

27. Jan 2020

Für die Finsterlinge bedanke dich beim kleinen Prinzen!
Ansonsten trieben in Gespinsten
Lediglich Gedankenflocken weiter
Und verdichteten sich seither.
HG Y

29. Jan 2020

Mit so einem Wortschatz kann man Leserinnen und Leser begeistern und den Rest der Welt sprachlos hinterlassen.
HG Olaf