Weltentrennung

von Alf Glocker
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Ich lieb‘ dich so, wie ich nicht bin:
rücksichtslos und unverschämt.
Du gehst mir nicht mehr aus dem Sinn,
wenn ich dich seh‘ bin ich gelähmt,
kann mich überhaupt nicht wehren!
Das gereicht dir wohl zu Ehren?!

Du machst mich unwahrscheinlich platt.
Dir ist nichts heilig, aus dem Grund
bin ich, was dich betrifft schachmatt –
du küsst mich fordernd auf den Mund,
dann möchtest du, daß ich mich beuge
und gleich ein Kind mit dir erzeuge!

Dann seid ihr, boshaft, schon zu zweit.
Das zwingt mich bald komplett zu Boden.
Und, bin ich zu allem nicht bereit,
erinnert ihr mich an den Hoden,
aus dem wohl die Misere kam –
und mir schroff jeden Atem nahm!

Denn wäre ich kein Mann gewesen,
dann hätte ich sofort erkannt:
du bist die Hexe und der Besen,
die Schönste halt, im ganzen Land!
Dies hat allein für mich zu gelten!
Ich schwöre dir – uns trennen Welten!

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