Wolkenlos

Bild von Angélique Duvier
Bibliothek, Mitglied

Weil droben aber kein Wölkchen
steht am blauen Firmament
wird wohl kein Regen fallen.
Die Sonne scheint nun ohne End.

Ein Kätzchen wetzt die Krallen,
an dem alten Eichenbaum,
im Nest droben ein Vöglein singt
von seinem schnöden Liebestraum.

Die Blätter rauschen leis im Wind,
doch unten lauert das Kätzchen.
Im Nachbargarten spielt ein Kind,
es scheint, es ist ein Mädchen.

Die Erde träumt vom Blütenmeer
und kann sich kaum mehr retten,
stattdessen ist sie öd und leer.
Menschen ruhen satt in Betten,
ihre Herzen voll und schwer.

Sie träumen von Autos und Geld,
möchten immer mehr und mehr,
sehen nicht die Schönheit der Welt,
die für uns bereitgestellt.

Sie vernichten alles aus Gier,
laufen herum und werden krank,
versuchen Medizin am Tier,
doch sie kennen keinen Dank.

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Kommentare

28. Jul 2016

Bitteres Ende eines zarten Sommermorgentraumes.

28. Jul 2016

Der Mensch passt kaum in die Natur -
Stets fehlt es schwer ihm an Kultur ...

LG Axel