Das lebende Meer

von Alf Glocker
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Ich höre Stimmen: die Stimmen der Nacht!
Sie sind wie ein Zauber, mystisch, nicht leer.
Und sie erscheinen mir wie eine Fracht,
die mich umgibt, als ein lebendes Meer!

Niemand kann sagen wohin sie gleiten -
niemand interessiert sich wirklich dafür.
Jeder will etwas in seinem Zustand verbreiten,
den er empfindet als Jetzt-Sein-und-hier.

Doch es sind nur Nebel, die uns erscheinen:
Gestalten aus blasigem, flüchtigem Schaum.
Wir dürfen Fühlen, wir dürfen meinen -
doch letztlich beweisen lässt sich was kaum.

Mal ist es da, unbestreitbar und fest,
manchmal sogar wild und grell-aggressiv,
leider nicht haltbar durch den ehrlichen Test,
denn planst du genau, dann geht es schief!

Versprich dir „ich möchte mit dabei helfen,
daß alles besser wird auf der Welt“,
dann begegnest du Feen, Hexen und Elfen,
von denen man nie etwas Klares erhält!

Man verwendet dich schnell für dies und das:
arbeiten kannst du, wohin man dich schickt!
Aber was dabei rauskommt ist sehr oft krass -
man hat dich nichts weiter als schändlich ge...

Das Ergebnis bleibt offen, was du unternimmst,
das reiht sich ein, am zerbrechlichen Band,
ohne daß du ein Glück (mit) bestimmst.
Das Große und Ganze drückt dich an die Wand!

Darum sind die Stimmen die Stimmen der Nacht!
Sie folgen dem Zauber – und der ist Gesetz!
Du bist in dem Strom auch nur eine Fracht -
denn das lebende Meer besteht aus Geschwätz!

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Kommentare

30. Jul 2016

Und so lauschen wir dem leisen Raunen
und können weiter nichts als staunen ...