Der Nordwind

von Alf Glocker
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Der Wind bläst ohne Instrument
die allertollste Melodie,
die man schon zur Genüge kennt,
doch ist sie eisig wie noch nie!

Er kommt dort über’s freie Feld,
und er geht fast bis auf die Knochen,
nicht fragend ob mir das gefällt,
was hab‘ ich denn verbrochen?!

In meinen Ohren saust er wild
und kühlt mir den Gehörgang aus.
Das passt mir nicht so gut ins Bild,
drum streb ich eiligst ab nach Haus.

Da lasse ich ihn fröhlich pfeifen,
schau durchs Fenster was er treibt.
Nun kann er mich nicht mehr ergreifen,
weil er mir gern gestohlen bleibt!

©Alf Glocker

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Kommentare

05. Jan 2015

Tja, dafür muss man schon geboren sein!

Der Wind muss leider draußen bleiben,
was kommt er auch von Norden her?
Man schätzt es nicht, sein eigen Treiben,
und auch sein Heulen stört gar sehr.
Da rettet man sich an den Herd,
denn der ist schließlich Goldes wert ...

05. Jan 2015

Ich mag es frostig, Eise kalt
dazu des Himmels klares Blau
nicht diesen Matsch auf Straß', im Wald
mit Regen, Nass und Dauergrau... :)

In dem Wald von Deinem Foto einen schönen Winterspaziergang machen...herrlich :)

LG Yvonne

06. Jan 2015

Lieber Alf,
ja was uns wohl der Wind noch bringt
wenn er uns um die Ohren singt!
Tolle Zeilen! LG!

06. Jan 2015

Vielen Dank an alle - ich geh jetzt wieder in den Wind hinaus.
heut ist glaub ich gar keiner...

LG Alf