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Die Puppe

Bild von Astrid Schulzke
Bibliothek

Sie bleckt gemäßigt ihre Zähne,
perlendes Weiß im Rampenlicht,
gekonnt schwingt die gestylte Mähne,
maskiert zeigt sich ihr Angesicht.

Rhythmisch stolziert sie über Stege,
graziöse schwingt der Arm im Takt,
ganz cool die Miene bei der Rede,
auch in der Robe scheint sie nackt.

Im Glanz der Lichter falscher Sterne,
streckt sie die Glieder katzengleich,
der Hunger frisst ihr die Gedärme,
unter der Bräune wirkt sie bleich.

Berauschend enden ihre Nächte,
voll trunken Glück der Morgen graut,
im Spiegel sieht sie grell das Echte,
doch dort wird selten hingeschaut.

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Kommentare

15. Mär 2015

Gut geschrieben und viel Wahrheit drin!
Gruß
Alf

15. Mär 2015

Wirklich fantastisch geschrieben!
L.G. Angélique

15. Mär 2015

Manche Puppe sich ent – puppt:
Als Skelett nur. (Ganz abrupt…)

LG Axel

15. Mär 2015

Das ist wunderbare Poesie. LG Magnus