Die Spielregeln der Neuzeit

Bild von Alf Glocker
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Mein Muter ist ein Herr aus Zerialien,
mein Vatter eine Lebefrau aus Gips!
Mit Schlips.
Ich selber bin ein Knecht von den Verbalien.
Mein Hirn schäumt über von dem Grips,
den man mir eingeredet hat zum Spaß!
Das Glück jedoch ist nach wie vor aus Glas!

Mein Übermaß aus Unterlicht ist weise –
ich bin Bildung aus dem vorgekauten Schlick.
Wie schick?!
Mein Vogel zwitschert heimlich, still und leise:
„Ich weiß den allerdollsten Supertrick!“
Und aus der Ewigkeit da rollen jene Wellen,
die Züge auf das Einbahngleis verprellen!

Mich zieht’s dahin wo sie einander fleddern –
die Wirksamkeit des Hobels prägt den Spahn!
Der Plan:
Das mach ich, um die Libido zu schreddern…
Als Hahn steh ich auf eben einen Hahn!
Was nützen mir denn all die schrägen Hennen,
die keine Lust am Spiel, noch Regeln kennen?!

Ich ziehe in die weite Welt mit Ekelfreuden.
Mich hält die Menschengleichheit gar nicht auf!
Gut drauf:
Die Lebenszeit will ich nicht lang vergeuden,
ich geb‘ Gefühlen ihren freien Amoklauf,
die sich nicht lenken lassen, zum Geburtskanal…
so bin ich frei und froh und seltsam – wie fatal?!

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Kommentare

18. Nov 2020

Ach, heut ist alles gut! Und schön!
(Man kann's in den Nach-Richten sehn ...)

LG Axel

19. Nov 2020

„Fatal“, das trifft es ganz genau,
wenn man mit offenen Augen schaut …

Liebe Grüße
Soléa