Gruß aus dem Ruhrpott

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Hier, wo die Emscher leise fließt,
wo auf dem Feld der Kappes sprießt,
wo man als Kind Rhabarber klaute,
seit je her Pannas gerne kaute,
dort kam dereinst,  zu Dortmunds Ehr',
das edelste der Biere her.

Hier ackerte mit Fleiß doch stur
der biedere Westfalen-Buer.
Hier stieg der Püttmann in den Schacht,
hier wurden die Briketts gemacht.
Die Mädels sind noch immer fein,
man schlug (für sie) sich Köppe ein.

Krichte die Mudda, mal zuviel,
rief sie: »Verdammter Donnerkiel.«
und hat's "Betuppen"  nicht geklappt
»hatt's Föttken abba Kirmes g'habt .«
Da meinte Vadda gar nicht grob:
»Ich hau mich gezz ein Pils in'n Kopp.«

Ja, diese Sprachenmelodien,
sind sicherlich kein Charm aus Wien.
Ihr Ursprung lag in Stahl und Erz,
verlor bis jetzt nicht Sinn noch Herz.
Und selig, wessen Hand umspannt
dat Pilsken aus Westfalenland.

© Horst Fleitmann 2020

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Interne Verweise

Kommentare

29. Sep 2020

So gengans her, mei liaba Herr,
des Lesen foat ma goa ned schwea,
obas Vastehn is ned so leicht,
wea scho draufkumma mid da Zeid...

S' Weanarische a monchmoi vaquirld,
wonst in de Weata eineschtirlst,
a ohne große Schpompanadl,
des sog i da, ois Weana Madl!

Mit augenzwinkernden lieben Grüßen in Deinen Tag und einem Hoch der Lyrik zu Dir!

Uschi

04. Okt 2020

Mit Dank und einem besonderen Hoch der Lyrik
Wünsche ich einen schönen Sonntag
Horst

04. Okt 2020

Mehr davon!

04. Okt 2020

Gerne... abba imma langsam mitte jungen Ferde.
LG Horst