Hein's geschüttelte Reime

Bild von Horst Fleitmann
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Hein machte oft den Rücken krumm
und lief deshalb an Krücken rum.
Bald suchte er durch tollen Rausch
versuchsweise den Rollentausch.

Erschien  hier mal als Lebemann
und dort als Mann von nebenan,
war so auf dem Gelände
schon bald eine Legende.

Er ging aufs Dach sich lind zu wiegen.
Man sah ihn schräg im Winde liegen.
Der Wind doch, der sich stur benimmt
allein die Richtung nur bestimmt.

Und er verfehlt die  Richtung leicht
beim Flug der nicht zur Lichtung reicht.
Und Hein der so ins Leere schwebt
fiel tief, weil nun die Schwere lebt.

Rief einen Trunkspruch noch auf's Ziel,
bevor er dann ins Sprungtuch fiel
in dem man Hein, den Ringer, fing
und dem dabei der Fingerring

beim Fallen wohl verlustig ging.
Der macht am Boden lustig "Kling".
Das war auf  Hein'ens Lebensreise
ein Tag im Leben, hin zum Greise.

© Horst Fleitmann, 2021

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Kommentare

26. Apr 2021

Lieber Horst,

gar köstlich las ich Deine Zeilen,
sie luden ein mich zu verweilen,
wenngleich die Antwort nicht geschüttelt,
wurd ich vom Lachen arg gerüttelt ;-))

Mit einem Lächeln in die neue Woche und einem Hoch der Lyrik zu Dir Uschi