Nicht schlau

von Alf Glocker
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Mondschein der Hoffnungen, zeig‘ mir die Bilder
meiner Vergangenheit: in Hässlichkeit schön.
Die Welt war so seltsam und ich war ein Wilder –
so muss ich sie Umstände doch wohl versteh’n?!

Alles war „ehrlich“, normal und, gemessen
an der Allgemeinheit auch wundervoll gut.
Doch ich war auf ein reines Erleben versessen,
eines das unverfälscht – das steckt mir im Blut!

Ich hab‘ euch verkannt, wie ihr allezeit fleißig
und ohne Hintergedanken euer Dasein besteht.
Doch leider war eure Leidenschaft eisig,
durch einen Wind der von nirgends her weht.

Nun ist es vergangen was mich umhüllte,
und eure wirklich verstiegene Brutalität,
die mich wie ein Nebel aus Rauschgift erfüllte,
kommt schließlich und endlich für alles zu spät!

Nur die Erinnerung fängt die rosa Bereiche,
der Vergangenheit: Streben und Liebe noch ein.
Vor mir, da glänzt in der Sonne die Weiche,
die mich auf’s Abstellgleis führt, in diesen Schein.

Der mir nun sagen will: du hast’s geschafft!
Das ahne ich nur, doch ich weiß genau:
ich dachte und fühlte mit ganzer Kraft,
doch aus dem Ergebnis werd‘ ich nicht schlau!

©Alf Glocker

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