Stern im Nebel

Bild von Alf Glocker
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Himmelskörper, schweb‘ im Dunst,
du bist wahrlich ohnegleichen –
all mein Sinn und meine Kunst
kann dich leider nicht erweichen.

Denn dein Angesicht ist weit,
hinter Raum und Zeit verborgen.
Gib mir heute Nacht Geleit,
als Ersatz für’s gute Morgen.

Versprich mir keine großen Sachen,
da ich weiß, daß das nichts heißt.
Ich will auch gerne drüber lachen,
wenn mich das vom Hocker reißt.

Trotzdem bist du schön und fein,
wie visueller Blütenduft –
bleib nur mir zuliebe zarter Schein,
hoch, dort oben, in der Luft!

©Alf Glocker

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Kommentare

11. Apr 2015

Hoch poetisch, dies Gedicht!
Wie ein Stern es Nebel bricht...

LG Axel

14. Apr 2015

Sehr fein!
(... ich will aber auch ...)

14. Apr 2015

Dank!
LG

Klar - jeder darf mal