Techtelmechtel

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Farbe fällt aus allen Wolken –
ein Regenbogen vor mir liegt,
kein Geäst bleibt mehr verborgen –
skurrile Nacktheit überwiegt,
es ist der Herbst, der wieder siegt.

Noch einmal putz er sich heraus,
steht in seiner Art der Blüte.
Pilze suchen ist jetzt Brauch,
doch Obacht, vor gefährlichen Typen.

Der Boden, er müffelt vor sich hin –
Vergangenes steigt in mir hoch,
das hat wohl alles seinen Sinn,
nur das Gemüt wird so nicht froh!

Die Sonne setzt dem Ganzen ein Ende,
mit einem kurzen „Stelldichein“ –
hat mit dem Wind ein „Techtelmechtel“,
offiziell sind sie vereint.

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Kommentare

27. Okt 2020

Bei mir riecht auch der Boden hier!
(Ich würde sagen - stark nach Bier ...)

LG Axel

31. Okt 2020

Der Boden, wieso der Boden:
Was hat die Krause dort verloren?

Liebe Grüße
Soléa

27. Okt 2020

Ein Techtelmechtel wie gehabt
bei uns dazu man 'Gspusi' sagt,
was wiederum auf 'sposi' geht,
worunter dann Verlobung steht....

Sehr gerne gelesen liebe Soléa und die Sonne macht sich derzeit auch bei uns recht rar wenngleich sie sich nun immer öfter auch mit den Herbstwinden verbindet. Eine schöne Stimmung auch ein bisschen traurig weil der Winter nun naht...

Herzlich liebe Grüße zu dir, Uschi

31. Okt 2020

„Gspusi“ und „Techtelmechtel“ sind sich einig,
in der Herbstzeit auch recht eifrig,
lassen wir beiden ihr Tête-à-Tête,
den Winter verbringen sie dann im Bett …

Viele liebe Grüße
Soléa

28. Okt 2020

Der aromatisierte Waldboden, parfümierte Maronen und die Rufe des Eichelhähers kommen mir da spontan in den Sinn.

Bleib gesund.

Jürgen

31. Okt 2020

Der Herbst hat so viele Seiten,
das lässt sich kaum beschreiben,
er dominiert in Farbe und Ton,
genaues hinschauen wirklich lohnt.

Alles Gute zu dir nach Tunesien
Soléa

28. Okt 2020

Ja, der Herbst lässt verstärkt Vergangenes in uns hochsteigen, wir neigen zur Melancholie, die verstärkt wird durch die Schwere der Zeit, in der wir grade leben; desto wichtiger ist ein solcher Austausch, liebe Soléa; ich grüße Dich herzlich.

Marie

31. Okt 2020

AUSTAUSCH liebe Marie, wichtiger denn je! Melancholie gehört dazu, außer, sie findet kein Ende …

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

28. Okt 2020

Der Herbst ist von berückender Kraft.
Er ist es, der am Übergang schafft.
HG Olaf

31. Okt 2020

Liegt zeitweise in starken Wehen,
die dann aber wieder auch rasch vergehen …

Liebe Grüße
Soléa

28. Okt 2020

Die Pilze auf unserem Rasen stehen wie Sieger auf den Treppchen, lassen das niedere Volk huldvoll zu ihren Füßen sein.
LG Britta

31. Okt 2020

Es fügt sich zusammen was zusammen gehört!

Liebe Grüße
Soléa

28. Okt 2020

Facettenreich die Herbstimmung in wohlklingende Verse
gesetzt, so " versöhnt" man sich auch mit dieser Jahreszeit, meint mit lb.Grüssen; Ingeborg

31. Okt 2020

Unbedingt, liebe Ingeborg, nur eitel Sonnenschein ist auch kein Segen...

Herzliche Grüße
Soléa