Uneingeschränkt

von Alf Glocker
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Das Böse schränkt sich selbst nicht ein,
es fordert nur Tribut, Tribut!
Umgeben ist’s vom heil’gen Schein –
dahinter steht die blanke Wut!

Es rafft, es mordet und es raubt!
und mit der Zeit herrscht es allein!
Und wer nur an das Gute glaubt,
der wird ihm auch bald hörig sein!

Denn alles Böse ist gewitzt!
Es zeigt sich keusch und ehrlich: rein!
Doch was aus seinen Augen blitzt,
fährt ungebremst durch Mark und Bein!

Erkenne es, o Erdenwicht,
wo es sich zeigt, in Stock und Stein!
Ja, es versteckt stets sein Gesicht –
und die Gesinnung obendrein!

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Kommentare

11. Aug 2015

Der Dichter, er VERSteckte nicht
Sein Gesicht in diesem Gedicht!

LG Axel

11. Aug 2015

Uneingeschränkt wird zugestimmt,
weil Böses Gutem Atem nimmt.

12. Aug 2015

Was böse war, sollt nicht verblassen,
In den Köpfen unsrer Zeit.
Wir dürfen's unenttarnt nicht lassen,
Würd's leis' ausbreiten, weltenweit.

12. Aug 2015

Genau!

bedanke mich!

LG Alf