Regenlied

von Wera Goldman
Bibliothek

Regen rinnt, rieselt, rauscht,
du kannst es hören.
Wenn man lauscht - Zeit rauscht auch,
rinnt, rinnt, rauscht unaufhörlich.
Straße spiegelt glatt und kalt.
Wie kam mir der Herbst so bald?
Herzkalter Hauch
spiegelt, spiegelt nass, einsam, kalt.
Regen spritzt und strömt und stürmt,
in unsrer Seele die Last sich türmt.
Leben stürmt mit,
strömt, strömt, immer höher sich türmt,
Himmel - dunkel, dumpf und schwer;
ich fass es nicht, mein Kopf ist leer,
was sich denn liebt -
dunkel, dunkel - alles zerstiebt.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise