Die Snuff-Clubs

von Alf Glocker
Mitglied

Snuff-Clubs gibt es nicht! Niemand baut eine Mauer, niemand möchte keinem etwas antun und keiner möchte dabei zusehen – wenn mal was passiert, dann sind Einzelne dafür verantwortlich, die aber mit keinem zu tun haben … auch nicht mit Snuff-Club-Betreibern.

Die meisten wissen überhaupt nicht was das ist: ein Snuff-Club! Und damit liegen die meisten richtig. Sie befinden sich auf der sicheren Seite des Lebens, die allerdings auch wieder höchst gefährlich ist … nicht rechtlich, aber praktisch!

Wer auch nicht weiß, daß es Snuff-Clubs gibt, aber von einem „universellen Obergeist“ einen geheimen Geheimtipp bekommen hat, der verbirgt seine Frau(en) in weiser Voraussicht, obwohl er natürlich nicht weiß, warum das weise war, was er entschied.

Die anderen lassen ihre Frauen in Hotpants und Miniröckchen herumlaufen, oben ohne baden, oder zumindest, in gewaltigen Dekolletees zeigen, wie viel Holz sie vor der Hütte haben, und machen sie damit, ebenfalls ohne etwas wissen zu wollen, zu potentiellen Opfern von Snuff-Clubs.

Diese wundervollen Geschöpfe sind dann, nicht oft, aber immer öfter, auf den Projektionsleinwänden in nichtvorhandenen Snuff-Clubs zu sehen, wo sich zahlende Mitglieder an dem „Naturschauspiel“ erfreuen … wobei es selbstverständlich gar keine zahlenden Mitglieder gibt!

Die nicht zahlenden Mitglieder können sich von den Akteuren der Clubs oder den virtuellen, zahlenden Mitgliedern erzählen lassen, wie schön es doch wieder mal war. Und wer gut aufgepasst hat, der weiß ganz genau, daß überhaupt nichts passiert ist.

Sollte jedoch einmal, von missmutigen und negativ denkenden Polizisten, ein vermeintlicher Snuff-Club-Akteur, der gar keiner ist, verhaftet worden sein, dann kommt er manchmal sogar vor Gericht. Hierbei muss beachtet werden: Es gibt keine Snuff-Clubs!

Die Richter sind demnach, aus den unterschiedlichsten Gründen, angehalten, möglichst richtiges Recht zu sprechen. Vielleicht sind sie entweder selbst zahlendes oder nicht zahlendes Nichtmitglied in keinem Snuff-Club, oder sie sind von einem solchen bestochen worden.

Snuff-Clubs verfügen, der Beliebtheit ihrer Angebote wegen, meist über sehr viel Geld. Über so viel Geld, daß sie vermutlich sogar Richter beseitigen lassen können – was aber wiederum höchstens einer sehen möchte, wenn es sich um eine Richterin handelt.

Die meisten Richter wissen das schon im Voraus, weshalb sie ausgiebig über das Recht im Allgemeinen und vor allem über das Recht im Besonderen nachdenken. Auch Richter haben womöglich Frauen in Hotpants, die sie vor der Öffentlichkeit nicht verbergen können …

weil die Frauen nicht wissen, oder nicht wissen dürfen, daß es Snuff-Clubs gibt und sich deshalb auch nicht verbergen wollen. Außerdem haben Richter auch Vorgesetzte, die entweder vorsichtshalber nichts von der Existenz von Snuff-Clubs wissen, oder nichts wissen dürfen.

Hier tritt Paragraph 1 in Kraft: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Somit kommt einer, der Mitglied in einem Snuff-Club ist, solange in den Genuss dieser „Menschenwürde“, wie man ihm nicht beweisen kann, daß er Snuff-Clubs zumindest befürwortet.

Da es Hintermänner von Snuff-Club-Akteuren nicht einmal theoretisch gibt, zu geben hat, ist also kaum einem wirklich was nachzuweisen. Die Akteure selbst retten sich ganz locker an das sichere Ufer „Geistige Störung“, oder „Komische Erziehung“, wie auch „War das jetzt wirklich verboten?“

Und schon hat die Gerechtigkeit wieder zugeschlagen – und völlig harmlose Menschen können weiter, im geheimsten Geheimen, ihren an sich völlig ungefährlichen Neigungen frönen, die sich, weil es sie ja nicht gibt, einer nahezu unglaublichen Toleranz erfreuen …

So rettet sich die Geschichte von Weltkrieg zu Weltkrieg, bis die Dinosaurier wieder einmal ausgestorben sind. Aber – um Gottes Willen – was hat dasss jetzt wieder mit Snuff-Clubs zu tun?? Allein daran sieht man doch schon, daß es sie gar nicht geben kann!

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Interne Verweise

Kommentare

12. Aug 2019

Also - der "Suff-Club" existiert!
(Krause wird als Mitglied geführt ...)

LG Axel

16. Aug 2019

Wir lieben dich, Alf.
Und danken Gott, dass es solche wie dich gibt.