Die verlorene Zeit

von Alf Glocker
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Durcheinanderschwebende Gedanken,
haltlos und gehaltvoll trübe,
die in einen Abgrund sanken,
heißen „Pflicht“ und „Glaube“, „Liebe“.

Abgesoff’ne Weltgefühle halten
Kettenglieder nieder – meinen,
daß bei Jungen oder Alten,
die Gebeine sterblich scheinen.

Wohlgesotten kurz und gut vibriert,
über Dämme aus Alteisen,
wo das Ab ins Surdum führt,
können Forscher nur bewiesen:

dieser hohe Kranz aus Frauenhaaren,
die uns Ziel und Weggeselle,
oder bloß Verzweiflung waren,
leistet uns das Angst-Gefälle!

Wo die dunklen Helden wohnen,
die uns dies und das erzählen –
niemand irdisch zu verschonen
ist als Möglichkeit zu wählen!

Alles flüchtet, rennt und feuert
in den Fleischsalat der Pein,
denn die Zeit will stets erneuert
und dann gleich vergessen sein!

©Alf Glocker

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Kommentare

14. Jan 2015

Vielleicht hilft uns ja Marcel Proust?
(Der sucht Verlorenes mit Lust….)
LG Axel