Analyse

von Alf Glocker
Mitglied

Welche Begriffe würdest du mit deinem Leben verbinden?
Welche wiederkehrenden Zeichen sind signifikant für deinen Lebens(ab)lauf?
Was meinst du, ist für dich prägend gewesen?
Mach dir ein Bild, betrachte es und interpretiere ausnahmsweise einmal nichts Zusätzliches mit hinein. Lass es einfach auf dich wirken...
Es ist zwar dein Bild, aber hast du es auch wirklich gemalt?
Nun, du hältst den Pinsel in der Hand – aber wer führt ihn?
Sage nicht unüberlegt: "Das ist der Beweis!"
Vergegenwärtigte dir was das Bild zeigt. Worum drehen sich Farben und Fakten? Sie bilden zusammen eine Aussage!
Spüre sie auf und dann sprich leise vor dich hin was du lesen kannst...:

Dort, vor mir, da ist ein Weg.
Ich bin ihn hinter mir gegangen.
Was ich dem zugrunde leg'
deutet nicht nur aufs Verlangen.

Es beschreibt die kleinen Kreise,
meiner Fußabdrücke klar!
Denn ich ging, auf meine Weise,
doch ich weiß nicht wo ich war!

Rätselhafte Träume steigen,
als Gesamterklärung auf -
dennoch: überall ist Schweigen.
Und es nimmt mich gern in Kauf!

Selbstverständlich suchen wir die Erklärung für unser Verhalten in der Rechtfertigung, die wir uns selbst gegenüber abgeben. Wir möchten uns fundiert beweisen, wie wichtig es für uns war, keinen gravierenden Irrtum begangen zu haben – aber woher wissen wir das? Nur ein Blick aus der Zukunft, am besten aus einer, die nach unserem Tode existiert, könnte uns Informationen auf die Richtigkeit eines Handelns liefern, dem wir glauben nicht anheimgefallen zu sein. Finden wir uns in den Annalen des Glücks!

Taumel, Wünsche, Abstraktionen,
begleiten uns durch eine Zeit,
die meist liebend wir bewohnen -
für uns selbst zur Tat bereit!

In uns schlummert was wir wollen:
das Vermächtnis unserer Gene!
Ob wir staunen, ob wir schmollen,
wir geraten in die Szene...

wo wir, wer weiß wie ergiebig,
Formeln suchen: was kommt vor?
0 + ganz speziell-beliebig
(ist gleich) = X ("Schicksalsfaktor").

Ändern wir schlagartig die Richtung! Werfen wir uns dem Malstrom der Geschichte entgegen! Versuchen wir sie für uns selbst zu schreiben!
Wann scheitern wir nicht? Wenn uns etwas zur Seite steht, für das wir einstehen dürfen, falls wir begünstigt worden sind!
Andernfalls müssen wir uns mit allem arrangieren was man uns auftischt!
Dabei können wir jedoch eines beweisen – insoweit wir den Mut dazu haben - die eigenen Gedanken zu vertreten!
Das ist eine Kunst! Und sie liegt im Erkennen, wie im Verfechten zu gleichen Teilen. Denken wir also laut genug um uns selbst zu hören!
Und was werden wir hören?
"Was es auch ist, war, oder bleibt, sei unbesorgt – das bist du!"

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Kommentare

18. Mai 2016

Man selbst zu bleiben, ist die Kunst.
Dann lächelt auch des Schicksals Gunst.