Das Kätzchen

von Mathieu Swoboda
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Einst lebte ein Kätzchen in einem kleinen Dorf im Norden.
Mit ihrem braunen Fell und den ebenso braunen Augen war sie die erste Wahl für die Familie, die sie unbedingt haben wollte. Die Familie hatte nicht viel Geld. Aber trotzdem versuchte sie alles denkbar mögliche, dem Kätzchen ein gutes Leben zu bescheren.
Es wurde gut um sie gekümmert.
Sie bekam Essen, Milch und ein schönes Körbchen zum schlafen.
Doch trotz des guten Lebens war sie nicht glücklich. Sie wusste nicht warum.
Wusste nicht, warum ihr das Essen nicht so gut schmeckt. Wusste nicht, warum die kühle Milch nicht ihren Zweck erfüllt.

Es wusste nicht, warum das Körbchen nicht so weich und gemütlich ist.

Dies bekam die liebevolle Familie mit. Sie machte sich Gedanken, was sie tun könnte, damit es dem kleinen Kätzchen besser geht.

Eines Tages ging das Kätzchen hinaus in das Dorf.
Vielleicht würde sie ja so erfahren können, was ihr fehlt. Was sie anders machen kann.

So hüpfte sie über den Gartenzaun und ging ihrer Wege.

Nach kurzer Zeit erblickte sie einen Hund.
Er spielte auf dem Rasen eines anderen Hauses mit einem roten Gummiball und wirkte glücklich dabei.

" Hallo, du " sagte das kleine Kätzchen. " was machst du denn da?"

" Ich spiele mit dem Ball, den mir meine Familie geschenkt hat. Das macht so ein Spaß."

Das kleine Kätzchen überlegte.
Vielleicht macht es ihm ja Spaß.

" darf ich mitspielen?" Fragte das Kätzchen und überquerte mit einem großen Sprung den Gartenzaun des anderen Hauses.

" ja, zu zweit macht alles mehr Spaß "
Das Kätzchen stuppste den roten Ball an.
Und noch mal.
Und noch mal.

Aber irgendwie machte es ihm nicht so viel Spaß, wie dem Hund.

Kurz darauf verabschiedete sich das Kätzchen von dem Hund und machte sich weiter auf die Suche.

Kurz darauf erblickte das Kätzchen einen Bauernhof, wo hinter einem Zaun ein Schein auf dem Rücken lag und und braunem Matsch lag.

"Das sieht aber gemütlich aus" sagte das Kätzchen und sprang mit einem Katzensprung auf den Holzzaun.

Kurz beobachtete es das Schwein, wie es ruhig und gemütlich im Matsch lag und die Sonnenstrahlen auf es schienen.

Dann fragte das Kätzchen
" Was machst du denn da?"
Das Schwein antwortete
" Ich liege hier im Matsch rum. Et ist so gemütlich."

Das Kätzchen überlegte nicht lange.
" Darf ich mich auch da hin legen? Es sieht so toll aus".

" sehr gerne" antwortete das Schwein. " Zu zweit ist alles gemütlicher. "

Also sprang das Kätzchen vom Zaun direkt und die große Matschpfütze.
Nun war es vom Kopf bis zu den Pfoten bedeckt mit dunkel braunem Matsch.

Kurz versuchte das Kätzchen, es sich gemütlich zu machen. Aber schon nach kurzer Zeit dass auch der Matsch nicht das Richtige sei.
Es verabschiedete sich , schüttelte den Schlamm vom Braunen Fell und machte sich wieder auf den Weg.

Eine Weile später spazierte es an einer kleinen , grünen Wiese vorbei, auf der eine schwarz- gepunktete Kuh stand und immer wieder ihren Kopf zum Rasen beugte.
Das Kätzchen trat an den Zaun heran.
" Was machst du denn da?"
Fragte es.

Die Kuh aß auf und antwortete
" Ich fresse Gras. Zu dieser Jahreszeit und bei diesem herrlichen Sonnenschein ist das Gras besonders lecker und saftig. "

" Das sieht aber lecker aus" sagte das Kätzchen mit großen Augen.
" Darf ich mitmachen?"

"Oh, ja, sehr gerne. " antwortete die Kuh. " Zu zweit schmeckt alles gleich viel besser."

Das Kätzchen kroch unter dem Zaun hindurch und stellte sich neben die Kuh.
Dann begann es einen Happen von dem grünen Gras zu essen.

Doch es schmeckte dem Kätzchen gar nicht. Um die Gefühle der Kuh aber nicht zu verletzen, kaute es noch auf.
Dann verabschiedete sich das Kätzchen erneut.

Langsam ging die Sonne unter und das Kätzchen wusste immer noch nicht, warum es ihm nicht so Futter ging.
Langsam ging es also wieder zurück zu seiner liebevollen Familie.

Zuhause angekommen freuten sich alle über sie.
Aber irgendetwas war anders.

Dieser Karton stand doch vorher noch nicht da.

Das Kätzchen tappste langsam zu der Papierkiste, um sie besser begutachten zu können.
War das gerade ein Kratzen, das aus dem Inneren kommt?

Der Deckel öffnete sich und ein kleiner Katzenkopf guckte heraus.

Dem Kätzchen wurde plötzöig warm im Körper. Es musste dem anderen akätzchen natürlich schnell alles zeigen.
Zuerst ging es zum Essen und zur Milch.

Sie Namen beide einen Happen und einen Schluck Milch.
Aber dieses Mal schmeckte es dem Kätzchen sehr lecker.
Besser als vorher und besser als das Gras von der Kuh.
Dann ging es weiter zum Schlaf Korb.

Sie legten sich beide auf die dünne decke, dicht an dicht gekuschelt. Doch dieses mal war es nicht unbequem.
Dieses Mal war es kuschelig und fühlte sich gut an.
Sie blieben noch eine Weile dort liegen und schliefen bald darauf ein.

Zu zweit ist alles viel besser.

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