Das Trauertal

Bild von Anita Zöhrer
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Mein Schrei hallt in den Felsen, ein Schlag mit der Faust sprengt das Gestein. Ich lasse mich nicht länger einsperren. Zu schade bin ich mir dafür.

Die Mauern meines Gefängnisses brechen zusammen. Ich erschrecke über das Chaos, in das ich trete. Zerbrochene Straßen verlaufen ohne Anfang und Ende kreuz und quer durch die Landschaft. Nur schwer finde ich mich in den aufkommenden, grauen Nebel voran.

Die Temperaturen sinken. Einzig mein Zorn ist wie glühende Kohle, die mich wärmt. Was ich dir alles sagen will, lege ich mir zurecht. Nichts von dem bleibt, als ich dich erblicke. Ich glaube, es geschafft zu haben. Das Trauertal scheint durchquert – das Durcheinander, das du angerichtet hast, überwunden.

Ich stehe vor dir. Du siehst mich an. Ich verliere mich in deinen Augen, brenne vor Sehnsucht nach dir. Meine Hand zittert, als ich sie nach dir ausstrecke. Du verschwindest bei meiner Berührung, nur eine Illusion bist du gewesen. Wieder schreie ich. Die Erde bricht auf, Lava spritzt empor. Ich hasse ihn, den, der unser Leben für uns schreibt. Warum um Himmels Willen legt er mir so viel Liebe ins Herz, verabsäumt es aber auch bei dir zu tun?

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