Ehrenamtlich engagiert - Page 147

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ich dort erscheinen!«
Offenbarte erfreut Lukas, der nun Christophers Schreib-Dienstleistungen wegen ein paar Hanteln in Anspruch nehmen darf, und anspruchslos und dennoch mit anspruchsvollen Gedanken vollbringt Christopher schon die nächste Handarbeit, die handlungsfähig das nächste Telefongespräch beim Fahren erbringen soll.
»Guten Abend, hier ist Dieter. – Mit wem spreche ich?«
Sprach eine männliche Stimme, die zauberhaft aus Christophers Handy rauskommt.
»Guten Abend, Dieter! – Christopher Tageszeit ist hier.«
Verkündete freundlich Christopher.
»Hallo, Christopher. – Was kann ich für dich tun?«
Fragte geringschätzig der Herr.
»Dieter, darf ich von dir erfahren, ob dein Berufsleben weiterhin von der Hausmeister-Tätigkeit geprägt wird?«
Sagte entgegenkommend Christopher.
»Ich bin immer noch Hausmeister an der ‚Zukunft ohne Arbeit‘-Schule. – Wieso fragst du?«
Erkundigte sich leicht betupft Dieter, weil er durch seine ordinäre und primitive Hausmeister-Tätigkeit ausgerechnet die Menschen nicht ausstehen kann, die in ihrem Leben gewisse Fähigkeiten erlangt haben, die durch ihre Ausführung später zu besonderen und seltenen Tauglichkeiten werden. Auch kann Dieter keine Künstler ausstehen, weil sie durch ihre wahre und besondere Berufsbestimmung eine sinnvolle Lebensaufgabe geerntet haben.
»Dieter, sei bitte so freundlich, und bringe mir ein paar Luftballons und eine große Helium-Flasche vorbei.«
Schlug Christopher vor, der vorsichtshalber erahnen kann, dass aus Dieters Lebenseinstellung keine Gemeinschaftlichkeit mit einem Künstler entstehen kann.
»Luftballons und eine Helium-Flasche kann ich nicht für dich auftreiben. – Wieso brauchst du solche Sachen, Christopher?«
Redete griesgrämig Dieter.
»Ach, Dieter! – Vor Tagen hast mich aus geschäftlichen Beweggründen angerufen. Um was ging es damals?«
Fragte geschmeichelt Christopher.
»Wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitungs-Mahnung. Wenn ich mich recht erinnere, hattest du mir im Telefongespräch gesagt, dass du solche Sachen nicht für mich erledigen kannst.«
Antwortete leicht beleidigt Dieter, der selbstverständlich unwissend darüber bleibt, dass eben Christopher jene fiktive Bußgeld-Mahnung an ihn versendet hatte, zusammen mit dem verstorbenen Jürgen.
»Wenn du möchtest, kann ich einen schriftlichen Widerspruch beim Straßenverkehrsamt einlegen. Und wenn ich mich schon ans Straßenverkehrsamt wende, kann ich per Schreiben deine kompletten gesammelten Fahr-Straf-Punkte in Flensburg aufheben lassen. – Wie findest du das, Dieter?«
Offenbarte Christopher.
»Oh … Das klingt gut.«
Äußerte Dieter sich dazu.
»Tut es auch. – Diese Bußgeld-Mahnung wird zwar für mich gewisse bürokratische Problemstellungen bei ihrer Abwicklung darstellen, weil ich mich verwaltungsmäßig via Brief an den Behördenleiter wenden muss. Auch beinhaltet deine Causa mit dem Straßenverkehrsamt und ihre Bußgeld-Mahnung anstandslos viele Gefahren für meine verdeckten Dienstleistungen. Doch ich wäre ohne weiteres dazu bereit: deine Angelegenheit für immer aus der Welt zu schaffen. Dazu benötige ich eine kleine Gegenleistung, die bloß aus außergewöhnlichen Haushaltswaren besteht, die ich ohne deine Hilfe nicht auftreiben kann.«
Erzählte Christopher.
»Ja, gut … Danke … Was brauchst du genau?«
Fragte Dieter, der sein Berufsleben als Hausmeister an der ‚Zukunft ohne Arbeit‘-Schule auslebt.
»Ich brauche Luftballons und eine große Helium-Flasche. – Kriegst du dass hin?«
Sprach Christopher beim Fahren durch die Stadt.
»Kann ich machen … Wird dennoch eine Stunde für die Beschaffung brauchen. In der Schule, wo ich zurzeit arbeite, werde ich sicherlich keine Luftballons bekommen können. Wenn du diese bedrohliche Bußgeld-Mahnung und meine Punkte in Flensburg beseitigst, kann ich dir die Sachen gerne vorbeibringen.«
Erwiderte ausdruckslos Dieter.
»Danke, Dieter … Bitte bringe die Sachen ins ‚Urin-Bad‘-Schwimmbad, aber erst in zwei Stunden. Das Eingangstor wird für deine Ankunft offen bleiben. Sollte ich vor dem großen Schwimmbecken nicht anwesend sein, werfe einfach die Sachen in den Pool rein. – Okay?«
Fragte Christopher.
»Ist gut. – In zwei Stunden werde ich mit den Luftballons und einer Helium-Flasche im Schwimmbad erscheinen.«
Antwortete abschätzig Dieter, der Christopher als Person total geringschätzig erscheint, doch bleiben nicht seine Nützlichkeiten demzufolge für Christopher als eine große Wertschätzung liegen, die sicherheitshalber und wertmäßig für Christophers Plan mit vielen Werten ausgerüstet bleiben. Folglich findet das langweilige und folgsame Telefongespräch sein Ende, welches dennoch mit Erfolg Christopher die außergewöhnlichen Haushaltswaren herbeigeschafft hat, und nebenbei wählt Christopher schon die nächste Telefonnummer, die eben den nächsten nominierten Bekannten erreicht.
»Guten Abend, Benjamin ist hier! – Christopher, bist du es?«
Sprach wahrlich freundlich eine Stimme aus Christophers Handy heraus.
»Guten Abend, Benjamin! Hier ist tatsächlich Christopher! – Wie läuft deine Arbeit? Wo hat man dich jetzt untergebracht? Wieder auf einer Baustelle?«
Erkundigte sich Christopher.
»Jop … Als Nachtwächter hat man nicht viel Auswahl. Vor wenigen Minuten habe ich die Nachtschicht angetreten. – Zum Glück bekam ich vor ein paar Tagen eine echte Schusswaffe! Viele Einbrecher und Diebe besuchen häufig die Baustellen, um dort einen Bau-Bagger stehlen zu können. Wie ich hörte, betreibt irgendein Mann in unserer Stadt einen Diebes-Auftrag und engagiert für diese Vorgänge viele Kleinkriminelle, die auf Baustellen die dazugehörigen Fahrzeuge in seinem Auftrag stehlen sollen. – Ich hörte, die Fahrzeuge werden später im Ausland für viel Geld versteigert.«
Verkündete Benjamin, der als Nachwächter arbeitet und anscheinend Bescheid weiß, welche Vorgehensweisen Klaus durch seine berufliche Bestimmung in der Stadt ausführt.
»Da wird meine Erwartungshaltung nicht gespaltet. – Benjamin, ich würde gerne etwas von der Baustelle von dir erhalten. Ich brauche drei Zementsäcke und zwei Schaufeln. Hältst du das für möglich, dass ausgerechnet du für mich auf der Baustelle eine kleine Entwendung durchziehst?«
Erfragte vorsichtig Christopher.
»Oh, tut mir leid, Christopher … Als Nachwächter muss ich die Baustelle vor Dieben und Eindringlingen schützen, und wenn etwas entwendet wird, werde ich der erste Verdächtige sein. – Du kannst dir auch die drei Zementsäcke und zwei Schaufeln im Baumarkt für wenig Geld legal erwerben.«
Antwortete Benjamin.
»Um die späte Uhrzeit wird der Baumarkt schon schlafen. – Ach, Benjamin! Hast du eigentlich deine Tochter gefunden?«
Erkundigte sich vorsichtig Christopher.
»Oh, nein … Meine Tochter habe ich seit vier Monaten nicht mehr gesehen. Sie wollte Prostituierte werden und hat sogar den Einstellungstest dafür mit überragenden Leistungen bestanden. Danach hat sie niemand mehr gesehen. Die Polizei möchte wegen der künftigen Prostituierten keine große Fahndung und Such-Auktion veranstalten und schiebt mir die Schuld für ihr Verschwinden in die Schuhe, weil ich meiner Tochter diese gewerbliche Richtung empfohlen hatte. Schließlich soll meine Tochter nicht so enden wie ich, sie soll keine ungebildeten und primitiven Berufe ausüben, die eines Tages ihre Seele durch die geistlosen Tätigkeiten verderben werden. Sonst wird aus ihr eine meckernde Person, die bloß über Politiker, Jugendliche und Künstler schimpft. – Bitte verzeih mir, dass ich gerade in Tränen ausbreche … Oh, nein … Meine Tochter ist weg. Oh, nein …«
Erzählte Benjamin und weint.
»Hör mal, Benjamin

Lektor: Axel C. Englert

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