Gefangen

von Robert K. Staege
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Das Auge spürt‘ dem Dunkel nach,
ich lag in meinen Pfühlen,
als Mondlicht durch die Wolken brach
und suchte, mich zu kühlen.

Es wollt‘ das Finstre in mir binden
und fächelte mir Helle zu,
dass ich den Weg ins Licht sollt‘ finden
und kommen dann zu meiner Ruh‘.

Jedoch war der Versuch zu schwach;
er musste einfach scheitern.
Das Aug‘ war wie die Nacht hellwach
und nicht mehr zu erheitern.

Es hielt das Dunkel mich in Banden,
so nahm das Schicksal seinen Lauf:
als mählich mir die Sinne schwanden,
da zog der Morgen schon herauf.

Geschrieben am 1. September 2019

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