Am Leben

von * noé *
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Das zarte Geflecht dieses noch jungen Tages
breitet sich sacht über Berge und Tal,
wie von Gästen eines opulenten Gelages
sättigt Gezwitscher die Luft, ohne Zahl.

Dem hauchdünnen Negligé verwehender Nacht
entströmt eine Brise von sanfter Kühle,
vom steigenden Sonnenball angefacht,
beginnen Strahlen ihre neckischen Spiele.

Weiße Wände lernen, mit Schatten zu leben,
von Blatthänden sinnenhaft dirigiert,
ein endloses, lustiges Senken und Heben,
das zu sommerleichten Gedanken verführt.

Wohlig senkt Lebenslust sich ins Empfinden,
weckt eine Freude, prall, insgeheim –
alles lässt sich zu dem Gefühl verbinden:
der Freude, ganz einfach am Leben zu sein!

noé/2017

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Interne Verweise

Kommentare

02. Apr 2017

Ein Grund, dass Bücher Gedanken sind, die man auch kaufen kann,
wenn sie nicht allzu billig sind ! Dann kann man auch das Leben lieben,
sonst wäre es fast übertrieben !

Lg
ALFRED

02. Apr 2017

Dieses Gedicht atmet Fülle aus, eine wunderbare Wertschätzung des Lebens. Wohltuende Gedanken einer Dichterin.
LG Monika