Befreiung

von Robert K. Staege
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Fichten dort im Nebel stehen,
Blätter von den Buchen wehen,
Fahlmond strahlt noch auf den Wald,
Ostwind streicht durchs Feld so kalt.

Raureif glänzt weiß auf den Wiesen,
Dämmerung malt Schattenriesen,
frostig starrt der junge Tag,
der uns Schnee gar bringen mag.

Die Sonne zieht umwölkt herauf,
jedoch mein Denken hellt nicht auf,
kann dem Dunkel nicht entgehen,
Schemen nur und Düstres sehen,

Wolkenwuchs am Himmelszelt,
kalt und schattig ist die Welt,
schein‘ im Nebelgrau gefangen, -
Tränen rinnen von den Wangen.

Dann befrei‘ ich die Gedanken
von den Fesseln, von den Schranken,
und mein Herz, es freut sich wieder
auf die Tulpen und den Flieder!

Geschrieben am 7. November 2017

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