Herbst

von Michael Dahm
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Der Herbst blaut kalt am Himmelsmeer
mein Land, es legt sich nieder,
sein Atem rauscht in Eichen schwer,
trägt heut noch Vögleins Lieder.

Diamanten funkeln Sämlings Spitzen,
vom Tau im Morgenlicht,
im Herbstglanz graue Felsen sitzen,
mit steinernem Gesicht.

Des Rapses stille Stängel stehen,
auf ungebrochnem Feld,
und seine goldnen Geister wehen,
entrückt in dieser Welt ...

27.09.2015

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Kommentare

04. Mär 2017

Der Goldgeist wehte durch den Text -
Gleich hat den Leser er verhext ...

LG Axel

05. Mär 2017

Wieder so ein wunderbares Gedicht von dir, das man mehrmals lesen will, weil es wirklich poetisch ist, Micha. Streich das 'und' in der zweiten Zeile - und das Gedicht ist perfekt und (fast) konkurrenzlos.

LG Annelie

05. Mär 2017

Liebe Annelie ,

Danke sehr für Deinen tollen Kommentar
und
Du hast Recht, das " und " stach mir auch ins Auge ;-)

LG Micha