Zerpflegt

von Lothar Peppel
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Nun sind wir alt geworden (fast über Nacht)
Haare, Blicke, Brüste schütter
was war wird Tag für Tag zerdacht
gierig greifen wir in jeden Splitter.

Und zermahlen zwischen müden Zähnen
die Zeit zu einem zähen Brei
Augen hängen fest in grauen Strähnen
und irrlichtern am Ist vorbei.

So viele Fremde und auch du
Sieh: die Welt riecht nach Urin
alle Türen gehen nur noch zu
davor die Reste, die ich bin.

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