Im Strom der Zeit

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Es steht wohl unumstößlich fest:
Das Sein, das All wird ohne Rest
vom Strom der Zeit, die uns nicht braucht,
in das Vergessen eingetaucht.

Die Zeit ganz herzlos mit sich reißt
den großen wie den kleinen Geist,
sie fegt hinweg auch Wort und Tat,
die Liebe, Treue, Hass, Verrat ...

Die Zeit sogar sich selbst verdirbt,
da sie am eig‘nen Eilen stirbt;
mit ihr und meinem Schmerz und Glück
sink‘ einst auch ich ins Nichts zurück.

Geschrieben am 4. August 2020.

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Kommentare

04. Aug 2020

"Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Ist im Grund der Herren eigener Geist,
In dem die Zeiten sich bespiegeln.
(Faust I, J.W.v.Goethe)

Sie schreiben zu Beginn: " Es steht w o h l u n u m s tö ß l i c h fest..."
Das denke ich ebenfalls.
HG Olaf Lüken