Lied gegen den Hass

Bild von Johanna Blau
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Jede Farbe bald in den Schmutz gezogen!
Gesichter verzerrt, ob der Grausamkeiten
Der Geschichte, die sich wiederholt.

Schreibt doch endlich in die Gezeiten,
Wie sehr die Menschheit verroht,
Ob ihres offenbaren Ablebens.

Gedenkst du der Schönen Zeiten,
Ist das purer Hohn. Ist das der Lohn
Eines herrschaftlichen Lebenslaufes?
Hast du es nicht, dann kauf es.

Wenn Sorgenfalten spalten,
Regiert die Angst den Untergang.
Alles auf Ende, der Würfel bestimmt
Die Befindlichkeiten.

Sieh du nur in den Abgehängten Spiegel.
Ein Geist blickt dir entgegen,
Trotz und wegen deiner Neugier,
Wirft dein Schicksal sich in Falten.

Wirf dich noch einmal in Schale,
Tanz deinen letzten Tanz,
Der Geschmack, der schale,
Lässt dich vergessen alle Toleranz.

Leben, gefärbt von letzten Malen.
Die Wut darüber, lässt den Mut schnell schwinden,
Wenn wir nicht Hoffnung wiederfinden.

Und schon die Trauer über das Verlorene uns einholt,
Wenn wir Fantasie beschuldigen,
Dass sie uns viel zu lange eingelullt.

Doch ist nicht Träumerei eine offene Tür
In Lande, die wir selbst erschaffen?
Und Menschen träumen Tag für Tag das schöne Leben.
Um ihretwillen, lasst uns weitermachen.

Bald steh ich wieder vor der Wahl,
Der Haufen versteckt sich hinter einem Mann,
Ich hier stehe scheinbar allein vor diesem Unheil.
Ich schreibe, ich tu was ich kann.

Der Tanz geht weiter, so lange dieses Lied erklingt,
Traurig und heiter, so wie Pacha Mama singt.
Viele bewegen sich zu ihrer Melodie.
Viel muss passieren, bevor ich in den Wahnsinn flieh.

Im Takt der Menschen, die für die Zukunft einstehen,
Im Takt der Menschen, die gemeinsam auf die Straße gehen,
Im Takt der Menschen, die ihr Gesicht zeigen,
Im Takt der Menschen, die ihr Haupt nur vor der Liebe neigen.

In diesem Takt schreibe ich an Gegen den Hass,
Der aufkeimt und um sich greift wie eine Krankheit.
Treibe vor mir her den alten Wahn.
Bleib im Hier und jetzt, ich tu was ich kann.

JB-02-2020

Global Space Odyssee 2013, Foto: Johanna Blau

Rezitation:

Rezitation: Sprecherin: Johanna Blau, am 7.3.2020

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Kommentare

06. Feb 2020

Der Hass hat laufend Konjunktur -
Man hasst den Menschen, die Natur ...

LG Axel

09. Feb 2020

Liebe schenkt sich aus für Mensch, Getier und Stein,
Wäre sie doch teuer, wie viele kauften sie dann ein?

Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar lieber Axel :)

07. Feb 2020

Ja, du liebe Heilige Johanna, schreib und tritt an gegen den furchtbaren Hass...
LG Uwe
(Wenn du meinen einzigen Prosa Beitrag liest, siehst du, dass ich soschreiben darf, egal, wann und wie und warum Hass auftritt, man soll etwas dagegen tun.)

09. Feb 2020

Lieber Uwe, ich hab den Text gelesen und dadurch wieder was gelernt über die DDR-Diktatur. Ich war 7 Jahre alt, als die Mauer fiel und wusste noch nicht viel über über die Schattenseiten des Staates. Von den perfiden Methoden der Stasi, habe ich erst später erfahren. Wir waren nicht frei und Freiheit ist eine Grundlage für Menschlichkeit. Dass du in dieser toxischen Umgebung das Wort erhoben hast, ist tapfer und selten. Wie hätte ich gehandelt? Das frage ich mich nun und werde mir an dir hoffentlich ein Beispiel nehmen können.
Liebe Grüße und einen angenehmen Sonntag, Johanna

07. Feb 2020

Sehr gutes Gedicht; Deinem Weckruf gegen den Hass folge ich aus voller Überzeugung, liebe Johanna ...

LG Marie

09. Feb 2020

Vielen, vielen Dank liebe Marie für deine Rückmeldung, es bedeutet mir viel, weil es von Herzen kommt. Liebe Grüße, Johanna