als ich meine Augen aufschlug

von marie mehrfeld
Mitglied

als ich meine Augen aufschlug
in der Frühe nach dem bizarren
Traum, fiel ich unsacht aus der

Mitte, und als ich mir die nächt-
lichen Gedanken mit Abstand
betrachtete, sah ich, sie waren

zäh, schwarz und von gestern,
ich übergoss sie mit goldenem
Licht, das ich mit Händen aus

dem jungen Morgen schöpfte,
und ihre ermüdeten Wurzeln
trieben neue Blüten und Blätter

und umrankten mich zärtlich,
dass ich frischen Mut schöpfte,
mich umarmen ließ vom Tag.

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Kommentare

07. Apr 2019

Schwarze Träume kann man färben:
Dass sie blühen - und nicht sterben ...

LG Axel

08. Apr 2019

Licht färbt dunkle Träume hell
und vernichtet sie sehr schnell …

LG und Dank Marie

07. Apr 2019

Mit solch schöner Poesie lassen sich dunkelste Träume lichtvoll
wandeln; (...) aus dem jungen Morgen schöpfte ,liebe Marie, spricht mich sehr an. Lb. Grüsse von Ingeborg

07. Apr 2019

Die Nacht – die böse, hinter sich lassen und mit des Morgens Gold übergießen, so findet Schrecken ein Ende und der Anfang, neuen Mut.

Sei lieb gegrüßt Marie
Soléa

08. Apr 2019

Danke, Soléa, ja, manchmal begleiten die dunklen Träume uns in den Tag, man kann sie aber zum Glück mit hellen Gedanken gänzlich auflösen …

herzliche Grüße zurück zu Dir - Marie

10. Apr 2019

In unbewussten Tiefen liegt so manche Nacht Marie, aber wer in Licht verliebt ist weiß um die Kraft eines frischen Morgens auch wenn noch graue Wolkenreste durch den Gedankenhimmel wandern.

LG Jürgen

10. Apr 2019

Wie schön Du es sagst; ich danke Dir für Dein mich bereicherndes Eingehen auf mein Morgengedicht, lieber Jürgen ...

Marie