Mein Lieb auf Frühjahrspirsch ...

von Annelie Kelch
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Frühjahr ganz nah –
und mein Lieb in der Ferne
trägt wieder die leichten
Schuhe ... die leichten Schuhe
jener Liebe, die von Angesicht
zu Angesicht heiß und
viel zu schnell entflammt.

Irgendwann –
wird die Eine ihm nicht mehr
gefallen, und aufs Neu wird er
sich anpirschen und jagen
die klugen Schlanken mit den
schnellen Füßen … O wie sein
Herz brennen wird vor Sehnsucht
nach einem ewigem Glück,

derweil ich des Nachts durch meine
inneren Zimmer wandere – Gebete
auf den Lippen, er möge mit seinem
Pfeil die Richtige treffen – mitten
ins Herz.

Verborgen noch wartet sie im Wald
des Schweigens; der gehört meinem Lieb:
ein wundersam Gesträuch, durch das
im Winter der weiße Bär tappt und brummt,
dass der Schnee von den Bäumen fällt.
Dann wird es Frühling ...
***
Mitten ins Herz hast du mich
getroffen – mit deinen schwarzen
Worten: Lettern, die nicht verglühn
wie das Feuer der leichten Liebe ...
ach, mitten ins Herz …

Copyright: Annelie Kelch, Foto: pixabay
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Kommentare

08. Mär 2018

Man schreibt nur mit dem Herzen gut!
Dein Text beweist es - absolut ...

LG Axel

08. Mär 2018

Das Herz ist immer mit dabei,
sonst wäre mir das Dichten
schnurz, sprich: einerlei.

LG Annelie

08. Mär 2018

Text und Bild - kommen sehr dich an mich heran, liebe Annelie.
Wie ich das kenne, "des Nachts durch meine inneren Zimmer wandern" ..

Liebe Grüße - Marie

08. Mär 2018

Liebe Marie, wie mich das freut (aber auch gleichzeitig dauert für dich) ... dass nicht immer nur ich - auch des Nachts - auf Wanderschaft bin.

Liebe Grüße,
Annelie

08. Mär 2018

Das lese ich aus deinem Gedicht -
Du vermittelst eine schöne An - Sicht ...

Viele liebe Grüße in deinen Abend
Soléa

08. Mär 2018

Liebe Soléa,
alles An-Sichts-Sache - klar ...
Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Liebe Grüße zu Dir nach Frankreich und
einen schönen Abend, der Deinen arbeitsreichen
Tag abrundet,
Annelie

08. Mär 2018

Lieber Ulli, ICH bin KEINE Frau -
Putzfrau vielleicht! (Krause ist schlau ...)

LG Axel

09. Mär 2018

Glaub, lieber Ulli, dem kein Wort:
Er flößt der Krause Bier ein immerfort.

LG Annelie

09. Mär 2018

Ich hab's mit Buttermilch VERSucht -
Darauf das Weite schnell gesucht ...

LG Axel

09. Mär 2018

Wer es mit Buttermilch versucht,
wird von der Krause arg verflucht.
Doch dieser Alkohol macht sie debil.
Wie man 's auch dreht: Es bleibt
ein Trauerspiel ...

LG Annelie

09. Mär 2018

Solange wir noch harmlos plauschen ...
darfst, lieber Ulli, du gern lauschen.
Doch lasse Vorsicht walten bei
den Weibern, die nur tratschen:
Verteiln womöglich auch noch
Dir verbal - a heftige Watschen.

LG Annelie

08. Mär 2018

Das ist sehr poetisch geschrieben ... gefällt mir außerordentlich gut.

LG Micha

09. Mär 2018

Ich dank Dir, lieber Micha, für Dein Lob - sehr selten;
weil Du ein guter Dichter bist, lass ich es gerne gelten.

LG Annelie

09. Mär 2018

Des Nachts durch weite Räume wanderst
tags darauf durchaus verwindend
hinaus im Winter Frühjahr anders
Doch wieder liebend weiter wagend
Erfreuend frisch Vers iert gesagt
Auch hier der Frühling kommen mag!

LG Yvonne

10. Mär 2018

So schön - wie siehe bitte oben - wird der Frühling kommen.
Yvonne hat ihn bereits vernommen und sehr Vers iert mir mitgeteilt:
Der Frühling nun zu uns durch weite Räume eilt.

Lieben Dank für Deinen feinen Kommentar:
poetisch und versiert er war.

LG Annelie

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