GLÜCKLICHE GESELLSCHAFT

von Thomas Brod
Mitglied

Wir wünschen oft, was wir nicht haben
und haben doch, was andren fehlt.
Wir hungern nicht, wenn wir uns laben
und können frei sein, was viel zählt.

Wir wolln Ansehn, schaun aber weg
und gönnen wir, ist’s oft nur Schein.
Wir reden viel - zu welchem Zweck?
Vergessen macht‘s Gewissen rein!

Wir spielen mit Gefühlen auch
verletzen sie, bedauern nichts.
Und Lügen ist ein täglich Brauch
Marotten eines Taugenichts.

Wir träumen, nicht allein zu sein
drum lieben wir, die uns nicht lieben
und stellen uns dabei ein Bein
und schaden denen, die uns lieben.

© by Thomas Brod 02/2018

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Kommentare

09. Apr 2018

Ein sehr gutes Gedicht, Thomas. Wenn dem tatsächlich in allen Punkten so wäre, sollten wir uns schleunigst ändern.

Liebe Grüße,
Annelie

09. Apr 2018

Vielen herzlichen Dank, Annelie. Es treffen sicherlich alle erwähnten Punkte in der Gesellschaft zu, hoffentlich aber nicht alle Punkte zusammen alleine auf einen einzelnen Menschen. Jeder, der sich vielleicht in einem Punkt findet, darf diesen für sich im Stillen überdenken, wenn denn erforderlich, sogar anders handeln.

Liebe Grüße
Thomas

09. Apr 2018

Gut gedichtet, kritisch - und doch leider sehr wahr. Ein Aufruf, es besser zu machen ...

Liebe Grüße - Marie

09. Apr 2018

Herzlichen Dank, Marie. Ja, leider sind meine Zeilen sehr wahr. Ein direkter Aufruf, es besser zu machen, ist es aber nicht.
Jeder Mensch allein, mich eingeschlossen, ist seines Glückes Schmied. Allein Nachdenken über Manches hilft dabei schon...

Liebe Grüße
Thomas