Eisiger Frühling

von Sigrid Hartmann
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Wenn der eisige Frühling streift,
senkt manch Blümelein das Genick,
denn die Furcht, sie wirkt so schwer,
vor dem unbarmherzigen Blick.

Keine Biene findet den Weg
und kein Schmetterling setzt sich zu ihr:
„Lieber Frühling, bring uns etwas Wärme,
weil ich sonst ganz sicher erfrier!“

Blauer Himmel, die Sonne, sie strahlt.
Doch erwärmt sie noch nicht unsere Luft,
und die Blumen stehen traurig im Beet,
niemand riecht ihren herrlichen Duft.

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Kommentare

09. Mai 2017

Das ist richtig, Sigrid. Auch hier in Lübeck ist es für die Jahreszeit noch zu kühl. Dein Gedicht ist trotzdem voller Poesie, so dass man sich den Frühling warmträumen kann.

Liebe Grüße,
Annelie

09. Mai 2017

Wie wahr, Sigrid, das ist ein Mai "zum Genicksenken", nicht nur für Blümelein ...
Liebe Grüße, Marie

09. Mai 2017

Danke euch allen ganz herzlich, bei den Kommentaren wird einem warm ums Herz und man kann die frostigen Temperaturen ein wenig vergessen!
LG Sigrid

09. Mai 2017

Ja liebe Sigrid, dieser Mai macht auch mir Stress. Meine Blumenkästen sind bepflanzt und jeden Abend muss ich sie rein holen, wegen eventuellen Frost, den wir hier, wegen freier Lage, schneller haben. Selbst unser Fächerahorn hat eins auf die "Mütze" bekommen. Die ersten Triebe sind erfroren... Und doch konnte der Frühling mich heute verzaubern. Ich bekam eine kleinen Strauß Maiglöckchen geschenkt und war vom süßen Duft wie berauscht.
Liebe Grüße
Soléa