Abkehr

von Robert K. Staege
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Es mag die kalte Welt verrauschen,
die ohne Herz sich fühllos dreht!
Wer will schon seine Wärme tauschen
für Eis, das irgendwann zergeht?!

Das Treiben dieser Welt ist wild,
doch ist es nur ein kurzes Prangen,
denn suchest Du ihr wahres Bild,
entschwindet schnell Dir das Verlangen.

Sie schmäht die Dichter, hasst die Kunst,
es kann ihr Herz bei nichts verweilen,
dafür jagt sie nach heißem Dunst,
um flücht'ge Freuden schnell zu teilen.

Ach, blieben Liebe mir und Leier,
ein Herz, das ganz tief drinnen glüht!
Ich nähme sie zur Abschiedsfeier,
weil so nur ew'ges Leben blüht.

Da ist mir dann die Welt entbehrlich,
die doch nur bunte Funken schlägt.
Auf Dauer ist ein Herz begehrlich,
das in sich wahre Liebe trägt.

Es sucht des Andern Freud' und Frieden,
will glücklich machen, glücklich sein.
Wie anders ist es doch hienieden; -
die Welt sucht Glück für sich allein.

Geschrieben am 4. September 2017

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