mit Achtung, mit Liebe

von marie mehrfeld
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das sollten wir, im Jetzt und im Hier, die Schöpfung erhalten, mit Achtung, mit Liebe die Umwelt gestalten, sich Hände reichend die Bäume preisen und danken

für gute und schlechte Zeiten, ich suche hier nicht nach lieblichen Worten, denn ich seh’ Chaos an so vielen Orten, wir schmeißen den Müll auf Wege, auf Wiesen,

betonieren Natur, statt sie zu genießen, wo ist das Gezwitscher der Vögel im Garten, wie geht es den Bienen und anderen Arten, es schwinden die Ruheoasen,

die Hecken, wo können sich Igel und Hasen verstecken, statt dessen nur riesige Felder en masse, mit Gift gedüngt, das macht krank, weckt den Hass, da ist der

Narzissmus der Potentaten, der hält den Erdball seit langem in Atem, erbärmlicher Weise geht's nur um Geld in dieser von Gier besessenen Welt, und wir erhöhen

den Wehretat, das ist tatsächlich ein großer Eklat, denn da, wo gerüstet wird, folgen Kriege, und wir wissen genau, es gibt keine Siege, wo ist das Licht,

die Tage, sie schwanken und auch die hellen und dunklen Gedanken, die verschmutzten Meere, sie werden sich rächen für die unsäglichen Umweltverbrechen,

sie werden am Eis der Pole lecken und schließlich die ganze Erde bedecken, doch eigentlich wissen wir es genau, wir bereiten uns so den eigenen Gau,

wenn wir nicht bald zur Besinnung kommen, wird dieser Erde das Leben genommen, wollen wir das wahrhaftig riskieren, die Wunder der Schöpfung ganz ruinieren,

ich weiß, wir singen sie immer wieder, die trüben, die trostlosen Untergangslieder, doch gestehe ich hier ganz unverhohlen, wir sollten sie andauernd wiederholen,

lasst uns nachdenklich werden und inne halten, in Frieden und Eintracht die Erde gestalten, den Hunger, den Streit, den Neid beenden,

die Botschaft der Nächstenliebe neu senden, denn ob jung oder Greis, ob braun oder weiß, ob arm oder reich, vor dem Einen da oben - sind wir alle gleich

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Kommentare

10. Jul 2018

Mit Achtung und Liebe
ohne Schmerzen und Hiebe
den Frieden Gottes zu vermehren
ist der wahre Erfolg auf Erden.

LG Ekki

11. Jul 2018

Wie RECHT Du hast, lieber Ekki,
da sind wir einer Meinung ...

Danke und LG Marie

10. Jul 2018

Wie überhaupt zur Besinnung kommen angesichts Reklame über Reklame - in einer Welt, darin nicht allein die Meere zu ersticken drohen, wo jeder, möglichst laut, sein Dasein rechtfertigen will, um zu zeigen: Seht, hier bin ich, und ich kann mich in dieser Welt nicht beschäftigen, weil ich es nie gelernt habe und auch nicht lernen will ... Es ist für die meisten Menschen nicht einfach, normal zu bleiben angesichts einer Präsenz von Massen in sämtlichen Medien, die die Welt, nur scheinbar, zusammenrücken lassen will - auf eine Weise, die kaum noch Privatsphäre hat. Das ist so überaus traurig und deprimierend, liebe Marie, weil bunter nicht unbedingt besser ist. Die still, besonnen und verantwortungsbewusst ihrer Arbeit nachgehen - ohne nach den Sternen greifen zu wollen, sind selten geworden, und ich hoffe für diese Menschen, dass sie ihre kleine Arbeitswelt in Frieden bewahren können. Viel müsste sich ändern, damit die Schöpfung in ihrem Ursprung bewahrt bliebe. Das Szenario, das Du beschrieben hast, deprimiert - aber diese Depression hat längst alle eingeholt und äußert sich in mancherlei Verhaltensauffälligkeiten der Menschen. die es noch vor wenigen Jahren so häufig nicht gab. Wenn man in der Stadt wohnt, ist man manchmal froh, dass man wieder in seinen vier Wänden ist, weil man dem Trubel möglichst schnell entrinnen will - in den Dörfern mag es anders sein und Spaziergänge noch eine reine Wohltat.

Liebe Grüße - und danke für
Dein wichtiges Gedicht,

Annelie

11. Jul 2018

Liebe Annelie, ich danke Dir sehr für Dein so inhaltsreiches, durchdachtes, emotionales Eingehen auf den Inhalt meines Gedichts, ich bestätige alle Deine vielseitigen Aspekte, danke dafür und schicke herzliche Grüße zu Dir zurück in die wunderschöne Stadt Lübeck, in der ich gerne gelebt hätte ...

Marie

11. Jul 2018

Du lebst noch, liebe Marie - und bist frei ... kannst doch ziehen, wohin du willst.

Liebe Grüße zurück nach Frankfurt, wo es ja auch sehr schön sein soll,

Annelie

11. Jul 2018

Nein-nein, ich bin schon hier in Frankfurt angebunden, ist auch ein guter Ort, offen und tolerant, aber es gibt ein paar kleinere deutsche Städte, in denen ich gut und gerne leben könnte - wie Münster, Göttingen, Tübingen oder auch die wunderschöne Hansestadt Lübeck ...

liebe Grüße zu Dir - Marie

10. Jul 2018

Selten will es uns doch gelingen -
Den Schatten noch zu überspringen ...

LG Axel

11. Jul 2018

Dennoch sollten wir's versuchen -
ist viel besser doch als fluchen ...

LG und danke
Marie

Detmar Roberts
11. Jul 2018

Bravo, Marie. Hier stimmt alles. Der existentiell wichtige Inhalt, aber auch der locker fließende Rhythmus. Für dieses Gedicht - bedanke ich mich.

Grüße zu Dir
D.R.

11. Jul 2018

Zudem der Wachstumswahn ist zu beklagen, denn Gier in jeglicher Form hat hier das Sagen. Die Erde ist uns preisgegeben, wir beuten sie aus und genießen dies Leben. Das letzte Wort spricht indes die Erde, lässt Naturgewalten wüten, sodass es finster werde. Allein die Rettung liegt bei uns, durch Verantwortung, Mäßigung und Liebe wird sie vielleicht wieder gesund.
Danke für Dein wertvolles Gedicht, liebe Marie.

LG Monika

14. Jul 2018

Danke für Dein Eingehen auf meine Verse, liebe Monika, ja, lass uns hoffen darauf, dass wahr wird, was Du schreibst - "durch Verantwortung, Mäßigung und Liebe wird sie vielleicht wieder gesund" ...

liebe Grüße zurück - Marie

11. Jul 2018

Der Inhalt deines Gedichtes – Sonnenklar.
Doch leider viel zu wenige da,
die sich mit Gedanken machen.
Vielleicht aus Dummheit noch darüber lachen?
Jeder denkt heut nur an sich,
lang schon verloren – die Übersicht …

Ein wichtiges und richtiges Gedicht liebe Marie, wer jetzt nicht verstanden hat, versteht es nie mehr …
Herzliche Grüße
Soléa

11. Jul 2018

Danke für Dein sehr passendes kleines Rückgedicht, liebe Soléa, "lang schon verloren – die Übersicht", wie Du richtig schreibst, das Thema bedrängt uns, ob es hilft, immer wieder darüber zu reden, zu schreiben, wer weiß es ...

Herzliche Grüße zu Dir - Marie

12. Jul 2018

Liebe Marie.
Viele harte Tatsachen, möchten mich nur erinnern, wie wichtig es ist das Andere zu glauben und zu träumen und zu hoffen. Gute hoffende Gedanken erschaffen manches, was unmöglich scheint. All das Chaos polarisiert hoffentlich die Menschheit weiter. Die Achtung und Liebe oder die Abscheu davor. Das Lichte vom Unlichten zu trennen - der ganze Sinn der Schöpfung, so habe ich es mal irgendwo gelesen. Zeigen wir also Flagge.

14. Jul 2018

Man bemüht sich alltäglich darum, "das lLichte vom Unlichten zu trennen" (eine schöne Formulierung) - man zeigt Flagge im kleinen oder größeren Umfeld, mit mehr oder weniger Erfolg. Etwas anderes bleibt uns nicht. Danke für Deine Worte, liebe Karin.

Marie

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